Nach dem 1:0 in Basel

Schalker Höwedes: "Haben es endlich gut gemacht"

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BASEL - Nachdem die drei Punkte eingefahren worden waren, wurde letztlich auch noch der Mannschaftsbus in Sicherheit gebracht. Schalkes Berufs-Kraftfahrer Lars Laser steuerte um kurz nach Mitternacht das vollausgestattete Riesengefährt in die Katakomben des St. Jakob-Parks...

Aus Basel berichtet Jens Greinke

Eine Vorsichtsmaßnahme, da befürchtet wurde, dass der Bus von Fans des FC Basel hätte beschädigt werden können, falls er vor dem Mannschaftshotel geparkt würde. Denn diese waren auf den FC Schalke 04 nach der 0:1 (0:0) ihrer Mannschaft nicht allzu gut zu sprechen.

Eine ähnliche Voraussicht hatten die Schalker am Mittwochabend auch auf dem Platz gezeigt. Die Sicherheit stand beim wichtigen Sieg in der Schweiz an erster Stelle, es waren alle Situationen vermieden worden, in denen es zu „unforced errors“ hätte kommen können, wie es die Tennisspieler recht passend nennen.

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„Wir haben es endlich gut gemacht“, sagte Benedikt Höwedes nicht ohne Stolz in der Stimme. Vor allem der Schalker Kapitän hatte es excellent gemacht. In seinem 23. Champions-League-Spiel für Schalke, mit dem er den bisherigen blauweißen Rekordhalter Manuel Neuer (22 Spiele) ablöste, zeigte der 25-jährige seine wohl beste Leistung in dieser Saison. „Das sollen andere beurteilen“, sagte Höwedes, als er zu einer Selbsteinschätzung aufgefordert wurde.

Horst Heldt tat ihm wenig später den Gefallen: „Ich bin voll des Lobes. Er war sehr aggressiv und bissig, hatte eine hervorragende Körpersprache, mit der er die ganze Mannschaft mitgerissen hat“, sagte der Schalker Manager, der dabei auch den anderen Schalker Innenverteidiger, Felipe Santana, mit einschloss. Die Schalker Mannschaft sei in Basel insgesamt „konzentriert und couragiert“ aufgetreten, weshalb sie nach Ansicht von Heldt auch „verdient gewonnen“ habe.

Fotos vom Spiel:

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Dass die vorausgegangene Suspendierung von Jermaine Jones irgendeinen Einfluss auf die Leistung gehabt habe, glaubte in Basel übrigens niemand. „Das war innerhalb der Mannschaft nie großartig Thema“, versicherte Höwedes.

Die Knappen führen nun die Tabelle der Vorrunden-Gruppe E mit der Optimal-Ausbeute von sechs Punkten und 4:0 Toren alleine an. „Das ist eine gute Ausgangsposition“, sagte Heldt angesichts der beiden folgenden Partien gegen den eigentlichen Gruppen-Favoriten FC Chelsea (22. Oktober/6. November). In der Bundesliga indes sind die Schalker von einer ähnlich komfortablen Lage noch weit entfernt.

„Wir zeigen noch zu oft unsere zwei Gesichter“, sagte Timo Hildebrand, der von seinen Mannschaftskameraden weiterhin „Realititätssinn“ einforderte. „Ich wäre froh, wenn wir auch Bundesliga könnte“, sagte der Schalker Keeper, der in Basel dank seiner Vorderleute eine relativ ruhigen Abend verbracht hatte.

Die Chancen, dass die in der Liga derzeit auf Rang 14 stehenden Schalker sich in Kürze weiter nach oben arbeiten, stehen allerdings nicht allzu schlecht. Am Samstag kommt der FC Augsburg in die Gelsenkirchener Arena, danach folgt die Partie gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig. „Wir sollten jetzt unbedingt sechs Punkte holen“, macht Heldt kein Geheimnis aus seinen Ansprüchen.

Ähnlich sieht es Julian Draxler, der sich am Mittwoch auch durch die Dopingprobe die Laune verderben ließ. Nachdem der 20-Jährige, der mit einem fulminanten 20-Meter-Schuss in der 54. Minute den Siegtreffer erzielt hatte, über eineinhalb Stunden nach Spielschluss endlich aus der Kabine kam, meinte er: „Wir müssen jetzt auch in der Liga soviel Engagement zeigen.“ 

Quelle: wa.de

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