1. Bundesliga-Spieltag

Drei Punkte, ein Punkt, keine Punkte – so reagieren die Schalker auf Auftaktpleite

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Guido Burgstaller und der FC Schalke 04 unterlagen dem VfL Wolfsburg im Auftaktspiel.

S04-Manager Christian Heidel hätte gerne einen Punkt mitgenommen aus Wolfsburg. Schalke-Coach Domenico Tedesco wollte noch mehr – am Ende gab es gar nichts.

Wolfsburg - Zehn Torschüsse hatten die Wolfsburger, deren acht die Schalker. 57 Prozent Ballbesitz hatten die Wolfsburger, deren 43 folgerichtig die Schalker. Sieben Ecken hatten die Wolfsburger, deren zwei die Schalker. Die Liste ließe sich fortführen – die besseren Werte finden sich immer auf der Wolfsburg-Seite. Königsblau hat den Auftakt vergeigt, unterlag den Wölfen mit 1:2 (0:1). Das hätte nicht sein müssen, denken jedenfalls die Knappen-Verantwortlichen.

"Ich bin traurig, dass wir verloren haben. Die ersten 15 Minuten haben wir gut gespielt", sagte S04-Manager Christian Heidel nach der Partie. Ja, gut gespielt, das haben die Schalker. Die Räume stellte die Truppe von Domenico Tedesco gut zu, vorne kam es zu einigen Offensivaktionen. Aber eben auch nur in der Anfangsviertelstunde. Dann brach Schalke ein.

Fehler im Aufbau

Abspielfehler häuften sich. Salif Sané bekam etwa im Aufbau gar nichts mehr auf die Reihe. Heidel bestätigte: "Wir haben unheimlich viele Fehler gemacht im Spielaubau – mit vielen Fehlpässen." 

Schalke verliert gegen Wolfsburg – die Partie in einer Fotostrecke

Der 0:1-Rückstand resultierte dann aber aus einem Standard. "Wir haben eine gemischte Mann-Raum-Deckung gespielt bei dieser Ecke", erklärte Domenico Tedesco. Weder Mann noch Raum waren da aber gedeckt. John Anthony Brooks köpfte unbedrängt ein am langen Pfosten. "Das haben die Wolfsburger auch gut gemacht", so Tedesco.

Hinzu kam die Aufregung um diverse Schiedsrichterentscheidungen, das Spiel in Unterzahl. Ausreden, die nicht zählen. "Wir müssen viele Dinge einfach verbessern und gegen Hertha anders machen", sagte Heidel, der nach dem Treffer zum 1:1 durch Nabil Bentaleb auf einen Punkt gehofft hatte. "Da habe ich zu Axel (Sportdirektor Axel Schuster, Anm. d. Red.) gesagt, dass wir einen Punkt mitnehmen müssen... Nur unsere Jungs hatten da wohl ein anderes Gefühl", so Heidel.

Heidel wollte den Punkt

Ein anderes Gefühl hatte auch Tedesco. "Da nehme ich mich mit rein – wir hatten das Gefühl, das zweite Tor zu machen. Das euphorisiert auch ein Stück weit", sagte der Schalker Cheftrainer. In der Nachspielzeit fiel der zweite Treffer – aber für Wolfsburg. Heidel war darüber verärgert. "Da muss man mal den Verstand einschalten und die Emotionen rausnehmen. Wir sind enttäuscht und haben uns zum Auftakt etwas anderes vorgestellt", sagte er.

Engpässe in der Defensive

Probleme werden die Königsblauen jetzt aber auch in der Defensive bekommen. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Benjamin Stambouli kommt jetzt auch noch eine Sperre für Matija Nastasic hinzu. 

"Ich werde keinen zusätzlichen Verteidiger verpflichten, weil jetzt einer gesperrt ist", sagte Heidel. Überlegungen in diese Richtung gebe es aber nach wie vor. Kapitän Ralf Fährmann bleibt nüchtern. "Wir müssen gucken, wie wir das jetzt angehen. Wir müssen das auffangen mit dem Personal", sagte er.

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Quelle: wa.de

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