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Kein Rauswurf - Heidel muss Fall Konoplyanka taktisch lösen

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Von: Marcel Guboff

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Yevhen Konoplyanka hat auf Schalke keine Perspektive mehr.
Yevhen Konoplyanka hat auf Schalke keine Perspektive mehr. © dpa

Gelsenkirchen - Die Tage von Yevhen Konoplyanka auf Schalke sind gezählt, bevor sie überhaupt richtig angefangen haben. Doch die Königsblauen können sich einen Rauswurf nicht leisten.

Yevhen Konoplyanka hat bei Schalke 04 kaum noch eine Perspektive. Schnell war der Mittelfeldspieler aufs Abstellgleis geraten. Nach seiner heftigen Kritik an Trainer Markus Weinzierl dürfte er es noch schwieriger haben als ohnehin schon.

Ganz gleich, in welche Richtung es am Ende gehen mag: Die Königsblauen um Sportvorstand Christian Heidel müssen eine Lösung finden, wie beziehungsweise ob es mit Konoplyanka in Gelsenkirchen weiter geht.

Aktuell sieht es wohl so als, als würde der ukrainische Nationalspieler bei den Knappen bleiben. "Man sieht sich natürlich immer nach der bestmöglichen Lösung um, aber im Moment gibt es keinen Verein, zu dem Yevhen aktuell möchte", sagte der Geschäftsführer seiner Berater-Agentur Promoesport, Christian Wein, der Funke Mediengruppe. "Wir gehen davon aus, dass Konoplyanka im Juli zum Trainingsstart erscheint."

Heidel muss Abnehmer finden

Weil Weinzierl dem 27-Jährigen aber bereits mitteilte, nicht mehr mit ihm zu planen, dürfte Heidels Ziel klar sein: einen Abnehmer für Konoplyanka zu finden. Der Manager ist dabei zuversichtlich. So sehr, dass er glaubt, dass Schalke nach dem 12,5-Millionen-Euro-Deal mit dem FC Sevilla ohne (große) Verluste dastehen wird. "Der Markt gibt das her", sagt Heidel, der angeblich bereits mit Spitzenklubs verhandelt.

Vor der Saison hatten viele noch an einen gelungenen Transfer Heidels geglaubt. Doch es wurde recht schnell klar, dass Weinzierl nicht auf Konoplyanka setzt. Der Ukrainer schaffte es im Schlussspurt der abgelaufenen Saison nur noch selten überhaupt in den Kader. Größter Kritikpunkt des Chefcoaches: das mangelnde Defensivverhalten des 27-Jährigen.

Weinzierl plant ohne Konoplyanka

Umso überraschender war Heidels Aussage Ende Februar, Konoplyanka fest verpflichten zu wollen. Oder viel mehr müssen. Denn die Leihe war als Kauf samt Vertrag bis 2020 getarnt. Ein Missverständnis, das nun schnell aus der Welt geschafft werden muss.

Weinzierl hatte dem Ukrainer mitgeteilt, dass er in seinen Überlegungen für die neue Saison keine Rolle spiele. Daraufhin kritisierte ihn der 27-Jährige in einem Interview in seiner Heimat in ungewohnter Schärfe. "Er ist ein Feigling! Und ich sage es ganz ehrlich: Er bleibt nicht länger Trainer dieser Mannschaft. Ansonsten steigt Schalke in die 2. Liga ab", sagte er. Heidel kündigte daraufhin eine saftige Geldstrafe an.

Rauswerfen wird der Sportvorstand den Ukrainer aber nicht, Heidel muss taktieren. Denn sonst dürfte Konoplyanka nicht so einfach zu vermitteln sein. Und Schalke würde wohl nicht die erhoffte Ablöse im zweistelligen Millionen-Bereich kassieren.

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