Schalke fordert Gladbach im brisanten West-Duell

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GELSENKIRCHEN - Die Hatz nach Punkten und Toren wird schon am Freitag mit dem West-Duell um Platz drei zwischen Schalke und Mönchengladbach fortgesetzt. Wegen der Ausfälle von Fährmann und Giefer setzt Schalke nach dessen Feuertaufe in München auf Torwarttalent Wellenreuther.

Zwei Teams, ein Ziel - im spannenden Kampf um die Champions-League-Plätze wollen die West-Rivalen FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach einen Big Point landen. "Das wird ein heißes Duell gegen einen direkten Konkurrenten", hob Manager Horst Heldt vor dem Heimspiel am Freitagabend (20.30 Uhr/Sky) in der ausverkauften Arena die Bedeutung hervor. "Wenn wir ähnlich gut auftreten wie gegen die Bayern, werden wir auch was Zählbares mitnehmen", sagte Kapitän Benedikt Höwedes, der am Dienstag in München das Tor zum 1:1-Endstand erzielt hatte.

Den besonderen Reiz bezieht das Treffen der Traditionsteams diesmal aus der aktuellen Form, der Tabellenkonstellation und der Personallage. Gladbach hat mit 1:0-Siegen in Stuttgart und gegen Freiburg einen optimalen Rückrundenstart hingelegt, hat 33 Punkte und will den dritten Rang unbedingt behaupten. Zwei Zähler dahinter liegen die Königsblauen auf der Lauer und können mit einem Heimerfolg am Rivalen vorbeiziehen.

Neustädter: "Duell auf Augenhöhe"

Roman Neustädter erwartet, gestärkt durch das Remis beim Spitzenreiter FC Bayern, ein "Duell auf Augenhöhe": "Uns winkt der Sprung auf Platz drei. Für uns spricht, dass wir uns mittlerweile im neuen System gut eingespielt haben und zudem in der Offensive über Spieler verfügen, die immer für ein Tor gut sind", sagte der ehemalige Borusse.

Die Elf von Lucien Favre will ihre gute Position keinesfalls kampflos aufgeben. "Wir sind jetzt Dritter und wollen das so lange wie möglich bleiben", betonte Granit Xhaka selbstbewusst. Sportdirektor Max Eberl sieht keinen Grund, ängstlich aufzutreten: "Wir fahren mit dem entsprechenden Rückenwind nach Schalke und versuchen, dort etwas zu holen. Aber es wird bestimmt nicht immer reichen, hinten gut zu stehen und vorne nur ein Tor zu erzielen."

Favre: nicht blenden lassen

Favre will sich gleichfalls nicht blenden lassen von den knappen Erfolgen im neuen Jahr. "Ich weiß, dass wir uns steigern und das Spiel besser kontrollieren müssen." Der rotationsfreudige Trainer kann nicht zum dritten Mal hintereinander dieselbe Elf aufbieten. Abwehrchef Martin Stranzl muss wegen der gegen Freiburg erlittenen Schädelprellung pausieren und wird in der Innenverteidigung durch Alvaro Dominguez oder Roel Brouwers ersetzt. Auch der Ex-Schalker Raffael und Thorgan Hazard sind Alternativen. "Es muss sich niemand Sorgen machen, die Rotation wird kommen", verriet Favre schmunzelnd.

Zu Wechseln immer wieder gezwungen ist sein Kollege Roberto Di Matteo. Zwar hat er mehr Optionen für das Feld, dafür sind die Sorgen um die Torhüter gewachsen. Nach dem Ausfall der Nummer eins, Ralf Fährmann, erwischte es in München Fabian Giefer an der Leiste. In der zweiten Hälfte musste der 19 Jahre alte Timon Wellenreuther zwischen die Pfosten. Das 2013 aus Karlsruhe gekommene Talent bestand seine Bundesliga-Feuertaufe aber so gut, dass Di Matteo ihm auch gegen Gladbach vertraut. Routinier Christian Wetklo sitzt auf der Bank.

Lob für Timon Wellenreuther

"Timon war nach seiner Einwechslung ganz cool. Er hat es gut gemacht", lobte der Schalke-Coach. Auch Neustädter ist von den Qualitäten des Youngsters überzeugt: "Die gesamte Mannschaft hat ihm gratuliert. Es gibt sicherlich einfachere Partien für eine Premiere in der Bundesliga als die in München. Der Auftritt gibt ihm sicherlich einen Schub." Wellenreuthers Vorfreude ist riesig: "Wenn ich spielen soll, bin ich da. Ich gebe 100 Prozent." - dpa

Quelle: wa.de

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