Adam Szalai aus Mainz verpflichtet

Der Schalker Kader 2013/2014 nimmt Form an

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GELSENKIRCHEN - Während er mit den Journalisten sprach, zog Horst Heldt immer wieder sein Smartphone aus der Sakko-Tasche, um die im Sekundentakt eintreffenden Kurzmitteilungen zu checken. „Was Neues zu Adam Szalai?“, war stets die Frage der Reporter. Und stets sagte der 43-Jährige: „Nein, fragen Sie mich später noch einmal.“

Von Jens Greinke

Als die Interviews beendet waren, ging Heldt in Richtung Trainingsplatz, nahm ein Telefonat entgegen, kam wenige Minuten später zurück und sagte: „Jetzt können Sie mich nach Adam Szalai fragen.“

Adam Szalai

Die Einigung mit dem FSV Mainz 05 über den Wechsel des ungarischen Stürmers zum FC Schalke 04 während der ersten Trainingseinheit der neuen Saison war vielleicht ein gutes Omen für die neue Saison bei den Knappen. Heldt war die Erleichterung über die Verpflichtung jedenfalls deutlich anzumerken. Der Durchbruch in den Verhandlungen war am Mittwochabend gelungen, wie Heldt einräumte, danach war es nur noch um Formalien gegangen. Weshalb der 25-jährige Szalai auch schon im Gelsenkirchener Medicos den Medizincheck durchlief, als Trainer Jens Keller einen 19-köpfigen Rumpfkader zur ersten Trainingseinheit bat. Am Nachmittag absolvierte der ungarische Nationalspieler dann zusammen mit dem (entschuldigt) verspäteten Brasilianer Michel Bastos und dem Schalker Konditionstrainer noch eine Laufeinheit.

Bilder vom Trainingsauftakt:

Trainingsauftakt beim FC Schalke

Szalai, für den die Schalker rund acht Millionen Euro Ablöse nach Mainz überweisen dürften, könnte bereits beim ersten Testspiel am Freitag in Kleve gegen ein Amateurauswahl (19 Uhr) im Aufgebot stehen. Sowohl Heldt („Er ist gierig und jung“) als auch Schalke-Trainer Jens Keller („Adams Qualität hilft uns weiter“) halten große Stücke auf den Ungarn, der einen Vierjahres-Vertrag erhielt. Szalai ist der bislang dritte Neuzugang der Schalker, die zuvor bereits Christian Clemens (1. FC Köln) und Felipe Santana (Borussia Dortmund) verpflichtet hatten.

Derweil muss Leon Goretzka weiter Geduld aufbringen. Mit dem Zweitligisten VfL Bochum konnte noch keine Einigung über einen Wechsel des 18-jährigen Talentes erzielt werden. „Die Fronten sind nicht verhärtet, aber wir sind weiter unterschiedlicher Auffassung“, beschreibt Heldt die Situation. Während die Schalker auf die Ausstiegsklausel (2,75 Millionen Euro) in Goretzkas Vertrag pochen und mit dem Mittelfeldspieler bereits einen Kontrakt ab dem 1. Juli abgeschlossen haben, fordert der VfL weitere Verhandlungen. Goretzka hat vor dem Arbeitsgereich bereits Klage gegen den VfL eingereicht, als Verhandlungstermin wurde der 26. Juli angesetzt. „Es gibt auch noch die Überlegung, eine Eilverfahren zu beantragen“, sagt Heldt, der aber weiter eine außergerichtliche Einigung anstrebt. Als Vermittler ist dabei bereits die DFL eingetreten, doch ein erster Kompromiss-Vorschlag des Liga-Verbandes wurde von den Schalkern offenbar abgelehnt.

Weiter auf der Wunschliste steht auch Sascha Riether, derzeit noch beim FC Fulham unter Vertrag. „Wir würden ihn gerne verpflichten“, sagt Heldt über den Ex-Wolfsburger, der die Schalker auf der rechten Defensivseite verstärken soll. Falls die Verpflichtungen von Riether und Goretzka glücken, wären die Transferbemühungen der Schalker vorerst beendet. Auch der Verkauf von Jose Manuel Jurado nach Moskau für kolportierte drei Millionen setzt laut Heldt keine weiteren finanziellen Kapazitäten frei: „Wir waren so dreist und hatten den Erlös für Jurado schon auf der Rechnung, bevor der Wechsel feststand“, sagt Heldt.

Quelle: wa.de

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