Keller vor Nürnberg-Spiel: "Hauptsache drei Punkte"

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Wieder an Bord: Jefferson Farfan hat seine Grippe überstanden und steht in Nürnberg zur Verfügung.

Gelsenkirchen - Die Reise nach Nürnberg hat sich für den FC Schalke 04 in den vergangenen Jahren nicht gelohnt. Zuletzt setzte es für die Königsblauen im Frankenland drei Niederlagen in Serie, die jüngste fiel mit 0:3 deutlich aus.

Von Jörg Strohschein

„Ich weiß, dass wir uns in den vergangenen Jahren dort nicht mit Ruhm bekleckert haben“, sagt Schalkes Torhüter Ralf Fährmann. „Unser Ziel sind drei Punkte, um den Abstand nach oben weiter zu verkleinern und einen guten Jahresabschluss zu haben.“

Die Ambitionen der beiden Klubs könnten schließlich nicht unterschiedlicher sein. Während die Schalker um den Einzug in die Champions League spielen, gilt für Nürnberg allein der Existenzkampf. Der Tabellenvorletzte hat in dieser Spielzeit noch keine Partie für sich entschieden und droht mit lediglich zehn Punkten den Anschluss an das rettende Ufer zu verlieren – ein trauriger Bundesligarekord.

Doch so schlecht, wie die Franken zurzeit dastehen, sind sie nicht. „Nürnberg hatte bislang unglaublich viel Pech. Das Team ist besser, als es die Tabelle momentan aussagt“, betont Fährmann. Tatsächlich hat die Mannschaft von Trainer Gertjan Verbeek erst sechs Niederlagen kassiert, alle anderen Partien allerdings mit jeweils einem Remis beendet. Am vergangenen Spieltag haben die „Clubberer“ sogar eine 3:0-Führung bei Hannover 96, wenn auch von mysteriösen Schiedsrichterentscheidungen begleitet, verschenkt.

Verbeek versucht dennoch das Positive zu sehen. „Wenn man in Hannover so dominant auftritt und viele Chancen herausspielt, dann zeigt das, dass wir große Fortschritte gemacht haben“, sagt der Niederländer. Das sieht auch Jens Keller so. „Der neue Trainer hat viel Positives bewirkt“, erklärt Schalkes Coach. Deshalb ist ihm auch lediglich wichtig, dass seine Mannschaft mit einem Erfolg nach Gelsenkirchen zurückfährt. „Wie wir spielen, ist mir egal. Hauptsache, wir holen drei Punkte“, gibt Keller zu Protokoll. „Wir pfeifen personell aus dem letzten Loch.“

Vor diesem Hintergrund hat die heutige Partie noch eine weitere Pointe. Denn sowohl der „Club“ als auch die Schalker sollen sich derzeit um die Dienste eines Profis des FC Bayern München zur Rückrunde bewerben. Der defensive Mittelfeldspieler Jan Kirchhoff, der beim Rekordmeister derzeit nur zweite Wahl ist, soll beiden Vereinen über die größte spielerische Not hinweghelfen. Schalkes Manager Horst Heldt hatte angekündigt, speziell für die Sechser-Position einen weiteren Akteur verpflichten zu wollen.

Vielleicht sind vor diesem Hintergrund auch die besonders freundlichen Worte Heldts in Richtung München zu verstehen. „Ich gratuliere dem FC Bayern zur Herbstmeisterschaft. Es ist ein Verein, dem es immer wieder gelingt, neue Reize zu setzen“, sagte er. Höflichkeit soll in solchen Fällen nicht unbedingt schaden.

Quelle: wa.de

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