Flaute statt Sturm

Horst Heldt erhöht vor Freiburg-Spiel den Druck

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Der Torriecher ist weg: Klaas-Jan Huntelaar

GELSENKIRCHEN - Obwohl der April gerade erst begonnen hat, steht dem FC Schalke 04 bereits so etwas wie ein Endspiel bevor. Normalerweise ist die Zeit für Finalpartien erst Mitte oder Ende Mai gekommen. Doch für den Revierklub ist in dieser Saison alles anders.

Von Jörg Strohschein 

Mit gerade einmal 40 Punkten nach 27 Partien laufen die Schalker der Musik hinterher. Mit acht Punkten Rückstand auf Platz vier und Bayer 04 Leverkusen gibt es für die Qualifikation zur Champions League bei noch sechs ausstehenden Partien lediglich noch eine theoretische Chance. „Wir sind in der Pflicht zu gewinnen“, sagt Manager Horst Heldt mit Blick auf die Partie am Samstag (15.30 Uhr/live bei Sky) gegen den SC Freiburg. Zumindest würde sich bei einem Erfolg gegen das Team aus dem Breisgau die Chance erhöhen, sich für die sowohl sportlich als auch finanziell deutlich uninteressantere Europa League direkt zu qualifizieren. Die Schalker versuchen derzeit den Schaden, den sie durch ihre vielen schwachen Auftritte in dieser Saison selbst angerichtet haben, auf ein Minimum zu reduzieren. Ganze elf Punkte weniger als im Vorjahr haben sie derzeit auf dem Konto.

Und gerade in der Rückrunde sind sie in der Bundesliga weit davon entfernt, ihre eigenen Ansprüche zu erfüllen. 13 von 30 möglichen Zählern sind keine ausreichende Ausbeute. Gerade einmal neun Treffer in bislang zehn Rückrundenpartien sind ein Wert, der dem in dieser Spielzeit wieder einmal völlig desolaten Hamburger SV (7 Treffer) gefährlich nah kommt. „Wir müssen als Mannschaft mehr dafür tun, Tore erzielen zu wollen. Es ist wichtig, dass wir uns nicht auf einzelne Spieler verlassen. Damit sind wir auch schwerer ausrechenbar“, sagt Trainer Roberto Di Matteo. Allerdings erscheint diese These eher als frommer Wunsch denn als mögliche Option. Denn die Schalker erspielen sich seit dem Jahreswechsel kaum noch Tormöglichkeiten. Und wenn sich der eigentliche Torjäger Klaas-Jan Huntelaar endlich einmal in aussichtsreicher Position befindet, dann versagen ihm die Nerven. Eigentlich völlig untypisch für den Niederländer, der aber wohl am ärgsten unter der defensiven Grundhaltung des Di Matteo’schen Fußballs zu leiden hat.

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Die Schalker finden kaum einmal einen Weg, wie sie gefährlich vor das gegnerische Tor gelangen können. Ihnen fehlen (zu) häufig die spielerischen Möglichkeiten, zum anderen verfügen sie auch kaum über ein schnelles Umschaltspiel, das den Gegner in Bedrängnis bringen kann. Das mangelnde Tempo im Spiel der Königsblauen bleibt ein Dauerthema in dieser Saison. Immerhin sorgt die sukzessive Rückkehr der Langzeitverletzten wie Julian Draxler, Sidney Sam und auch Julian Draxler dafür, dass „die Intensität im Training gestiegen ist. Es gibt wieder mehr Konkurrenzkampf. Das wird uns einen positiven Impuls geben“, ist sich Di Matteo sicher.

Gegen die zuletzt deutlich verbesserten Freiburger ist ein wenig mehr Esprit auch dringend nötig. Gerade Teams, die im hinteren Teil der Tabelle angesiedelt sind, wie der 1. FC Köln, der HSV, Werder Bremen oder auch Hertha BSC, gab es jeweils keinen Sieg in der Gelsenkirchener Arena.

Quelle: wa.de

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