Horst Heldt von der Achterbahnfahrt genervt

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Kauerte enttäuscht am Boden: Schalkes Dennis Aago.

SINSHEIM - Am Ende einer typischen Schalker Woche hatte Horst Heldt von der andauernden Achterbahnfahrt endgültig die Nase voll. „Es ist keine Konstanz bei uns drin. Es ist ein ständiges Auf und Ab. Auf gute Ergebnisse folgen Enttäuschungen und unnötige Niederlagen“, sagte der Manager nach dem 1:2 (0:2) von Schalke 04 bei 1899 Hoffenheim: „Das geht so nicht weiter, das müssen wir abstellen!“

Ob Heldts Ankündigung von Konsequenzen während der anstehenden Länderspielpause auch den dauerhaft umstrittenen Trainer Jens Keller betrifft, durfte nach der Pleite am 7. Spieltag der Fußball-Bundesliga interpretiert werden. Unstrittig ist allerdings, dass die vergangenen acht Tage die seit langer Zeit offensichtlichen Konstanz-Probleme der Königsblauen im Zeitraffer abbildete. Erst der Derby-Sieg gegen Borussia Dortmund (2:1), dann das enttäuschende 1:1 in der Champions League gegen NK Maribor, nun die Niederlage bei den weiter ungeschlagenen Kraichgauern. „Wir hatten die Möglichkeit, den Schwung aus dem Derby mitzunehmen. Das haben wir nicht geschafft. Es ist klar, dass das ärgerlich ist“, äußerte Heldt.

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Der Ärger des Managers war verständlich. Schließlich war die Pleite der nach wie vor ersatzgeschwächten Gäste, die unter anderem ohne Kapitän Benedikt Höwedes, Felipe Santana, Sead Kolasinac, Jefferson Farfan und Sidney Sam auskommen mussten, vor 30 000 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena unnötig. Die Schalker, die noch nie in Sinsheim gewinnen konnten, vergaben vor allem in der ersten Hälfte hochkarätige Möglichkeiten. Nach den Gegentoren durch Tarik Elyounoussi (13.) und den Ex-Schalker Adam Szalai (29.) reichte es nur noch zum Anschlusstreffer durch Klaas-Jan Huntelaar (83.). Zudem verloren die Schalker Innenverteidiger Joel Matip durch eine Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels (75.).

Vor allem die verpassten Chancen trieben Heldt zur Weißglut. „Wir hatten in der ersten Hälfte viele Möglichkeiten, aber wir waren viel zu schlampig im Abschluss. Es wäre schon sinnvoll, die Möglichkeiten auch mal zu nutzen“, sagte der frühere Profi: „Gleichzeitig haben wir zu viele Chancen zugelassen. Einige Spieler haben die Defensive vernachlässigt, was so nicht geht.“ Einmal in Fahrt, ließ Heldt kein gutes Haar an den Profis. „Wir haben mal wieder ein Spiel verloren, das wir nicht verlieren müssen. Wir haben nicht verloren, weil der Gegner besser war. Wir haben nicht so agiert wie man agieren muss, um was mitzunehmen“, sagte der 44-Jährige. „14 Tage sind lang“, sagte der Manager: „Wir haben jetzt die Gelegenheit, um zu analysieren, wo es hakt. Und um Schlüsse daraus zu ziehen, warum es mal klappt und mal nicht.“ Von Ausreden möchte Heldt in dieser Zeit nichts hören. - sid

Quelle: wa.de

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