Trotz Liga-Fehlstart

Darum stellt auf Schalke noch keiner Tedesco in Frage

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Trainer Domenico Tedesco hat seinen Vertrag auf Schalke erst kürzlich bis 2022 verlängert.

Drei Pleiten als Vize-Meister. Dennoch bleibt eine Diskussion um Trainer Domenico Tedesco auf Schalke aus. Was nicht nur mit dem Kredit der Vorsaison zu tun hat.

Gelsenkirchen - Wie schnell es auf Schalke unruhig werden kann, wissen die Klub-Verantwortlichen nur zur Genüge. Daher mag es für viele Außenstehende fast schon verwunderlich sein, dass es derzeit so harmonisch verläuft – nach drei Liga-Pleiten in Folge mit größtenteils unterdurchschnittlichen Auftritten.

Wie schnelllebig das Fußball-Geschäft ist, hat die Vergangenheit gezeigt. Vor allem, wie prompt handelnde Personen unruhig werden. Auf Schalke ist das gerade anders. Domenico Tedesco genießt weiterhin das Vertrauen. Von den Bossen wie von den Fans, die dem Cheftrainer bei der Verkündung der Aufstellung vor dem Heimspiel in der Champions League gegen den FC Porto (1:1) lautstark applaudierten.

Dabei haben sie alle im Hinterkopf, dass es am Samstag gegen den FC Bayern (18.30 Uhr/bei uns im LIve-Ticker) die vierte Pleite im vierten Spiel geben könnte. Trotzdem: Es herrscht Ruhe.

Keine unnötigen Diskussionen

„Für uns ist es nicht zielführend etwas zu diskutieren, wo wir keinen Sinn sehen“, erklärt Sportdirektor Axel Schuster: „Wir wollen nicht abstreiten, dass wir an vielen Dingen arbeiten müssen. Die letzte Woche hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Natürlich hätten die Ergebnisse besser sein können, aber auch dann gäbe es noch Dinge zu verbessern.“

Dass es keine Diskussionen auf Schalke gibt, dürfte auch Matthias Sammer gefallen. Der Eurosport-Experte hatte jüngst noch beklagt: „Es ist der falsche Ansatz, immer wieder die Trainer in den Mittelpunkt zu stellen – nach der Kürze der Zeit und dem Geleisteten im letzten Jahr.“

Tedesco genießt zum einen den Kredit aus der Vorsaison, in der er die Königsblauen überraschend zur Vize-Meisterschaft geführt hatte. Zum anderen beweist er, dass er die Situation erkennt und an den richtigen Stellschauben dreht.

Schalke wie in der Vorsaison

Was die vergangenen zwei Partien gezeigt haben – vor allem das Duell mit Porto in der Königsklasse. Schalke war wieder das Schalke der Vorsaison. War aggressiv. Bissig. Leidenschaftlich. „Das, was wir gegen Porto gezeigt haben, war die Messlatte, an der wir uns orientieren wollen“, erklärt Schuster.

Was nicht bedeuten soll, dass sich die Königsblauen auf der Basis der angelaufenen Steigerung ausruhen wollen. Ja, es war in gewisser Weise eine Rolle rückwärts. Aber es soll nur eine vorübergehende sein. Muss es auch.

Tedescos Erklärung: „Wir haben versucht, mehr Lösungen durch Positionsspiel und Spielverlagerungen zu finden. Aber damit haben sich die Jungs in gewissen Situationen nicht wohl gefühlt", sagt der 33-Jährige - und gesteht damit wohl ein, einige seiner Profis zu hoch eingeschätzt zu haben "Für die Entwicklung ist es nicht so verkehrt, sich auf Sachen verlassen zu können, die uns stark gemacht haben. Wenn die Stabilität und Gelassenheit im Kopf wieder da sind, ist es einfacher, den nächsten Step zu machen.“ So lange dieser dann auch mal kommt.

Kovac warnt

Tedesco geht dabei also wie zu Beginn seiner Amtszeit auf die Stärken und Schwächen seiner Kicker ein. Das, was Königsblau zuletzt zum Erfolg verholfen hat. Daher könne derzeit höchstens von einer Ergebnis-Krise die Rede sein – was die Bayern ähnlich sehen.

„Schalke 04 ist nicht gut gestartet, das haben wir alle gesehen“, erklärt FCB-Coach Niko Kovac: „Nur: Das will ich nicht überbewerten. Es sind erst drei Spieltage gespielt, jetzt spielen sie zuhause. Sie haben gegen Porto ein ordentliches Spiel gemacht und einen Punkt geholt. Das gibt ihnen das nötige Selbstvertrauen. Ich erwarte ein intensives Spiel, in dem wir bekämpft werden.“

Was dafür sorgen dürfte, dass die Unruhe auf Schalke weiterhin fern bleibt. Zumindest vorerst.

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Quelle: wa.de

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