Kontrakt wird vorzeitig verlängert

Heidel würde Tedesco wohl am liebsten an Schalkes Trainerbank festketten

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Gefragter Mann: Schalke-Coach Domenico Tedesco.

Egal, ob die Champions League erreicht wird oder nicht: Nach der Saison wird der Vertrag mit Schalkes Cheftrainer Tedesco verlängert.

Gelsenkirchen - Als Trainer eines recht emotionalen Fußball-Bundesligisten hat es Domenico Tedesco sehr schnell gelernt, wie wichtig es ist, gezielt Prioritäten zu setzen. Als er am Samstagabend nach dem 1:1-Remis gegen Borussia Mönchengladbach nach der anstehenden Verlängerung seines Vertrages gefragt wurde, hob er kurz die Augenbrauen und meinte: „Das ist jetzt nicht mein Thema.“

Der 32-Jährige ist in seiner ersten Saison auf Schalke schon weit gekommen, aber zwei Spieltage vor Ende der Spielzeit immer noch nicht sicher am Ziel. Ein Punkt müssen sich die Schalker in den verbleibenden Partien beim FC Augsburg und gegen Eintracht Frankfurt noch erarbeiten, damit auch rein rechnerisch die Rückkehr der Knappen in die Champions League nach dreijähriger Absenz feststeht. Das, und nur das ist derzeit das Thema von Tedesco, das ihn tatsächlich beschäftigt.

Die Verlängerung ist in Stein gemeißelt

Dass sein Kontrakt in diesem Sommer vorzeitig über 2019 hinaus vorzeitig verlängert wird, ist allerdings längst in Stein gemeißelt – sogar dann, falls die Qualifikation für die Champions League noch verpasst werden sollte. „Die Verlängerung wird kommen. Und zwar ohne Bezug zum Ergebnis in dieser Saison“, sagte Sportvorstand Christian Heidel am Samstagabend. Er sei sich mit Tedesco „zu 100 Prozent einig“, dass der Vertrag im Sommer vorzeitig verlängert wird. Heidel erweckt bei diesem Thema den Eindruck, als würde er Tedesco am liebsten an der Schalker Trainerbank festketten. Wie ein Großteil des blauweißen Anhangs auch.

Tedesco freut sich über die Wertschätzung

Den jungen Trainer freut diese Wertschätzung, die in der Qualität seiner Arbeit begründet liegt. Die er auch in der Partie gegen Mönchengladbach wieder bewies. Die frühe rote Karte für Nabil Bentaleb in der 12. Spielminute ließ die von Tedesco konzipierte Strategie zusammen fallen wie ein Kartenhaus. Trotz des 0:1-Rückstandes durch den Ex-Schalker Raffael (32.) waren die Blauweißen am Ende dem Sieg näher gewesen, als die gut 80 Minuten in Überzahl spielenden Gladbacher. Dank Tedescos Taktik-Wechsel in der Halbzeit, als er die beiden Achter Amine Harit und Yevhen Konoplyanka zu mehr Defensiv-Arbeit verdonnerte, „um die Unterzahl in ungefährliche Räume zu verlagern“, wie Tedesco erläuterte. Dem 1:1-Ausgleich durch einen verwandelten Elfmeter von Daniel Caligiuri (45.+2) wäre im zweiten Durchgang fast noch der Schalker Siegtreffer gefolgt. Doch weder dem mal wieder schwer malochenden Guido Burgstaller (59.) noch Konoplyanka (62.) noch Leon Goretzka (77.) stand das Glück an diesem Tage nicht zur Seite.

Goretzka lobt die "grandiose Stimmung" in der Arena

Obwohl der Einzug in die Königsklasse am Samstag noch nicht eingetütet wurde, feierten die Schalker Fans ihre Mannschaft erneut mit großer Inbrunst. „Die Stimmung war einfach grandios“, meinte Leon Goretzka nach seinem vorletzten Heimspiel in der Schalker Arena. Der Mittelfeldspieler, der im Sommer zum FC Bayern München wechseln wird, war mit viel Wehmut ins Stadion eingelaufen. „Ich habe in der Woche mit meinem Vater darüber gesprochen, wie sich die letzten beiden Spiele wohl anfühlen werden“, erzählte Goretzka: „Er meinte zu mir: Genieße es einfach!“ Was Goretzka dann auch tat. Ganz im Gegensatz zu Max Meyer, dessen Abschied auf Schalke zu einer recht unschönen Angelegenheit werden dürfte.

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Quelle: wa.de

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