Die Wende zum Besseren:

S04-Trainer Keller: "Wir haben hart gearbeitet"

+

GELSENKIRCHEN - Horst Heldt weiß zu differenzieren in seinem Job als Manager, und so hat der 43-Jährige zuletzt auch Unterschiede in der Berichterstattung über den FC Schalke 04 festgestellt. Während er einige mediale Beiträge zur Startkrise der Königsblauen als „total populistisch“ abtat, erkannte Heldt in einigen Berichten auch „viel Wahres und Richtiges“.

Von Jens Greinke

Was er seinen Spielern prompt zur Lektüre empfahl: „Ein Blick von außen kann manchmal nicht schaden“, sagt der Manager.

Externe Kritik wird derzeit auf Schalke zugelassen, solange diese berechtigt ist. Was aber noch nicht heißt, dass sich die Königsblauen intern in die Karten schauen lassen. Das 0:4 am Wochenende beim VfL Wolfsburg war im dritten Pflichtspiel die dritte „Ernüchterung“, wie Heldt sagt. Weshalb die Aufarbeitung der Partie etwas intensiver ausfiel. Am Sonntag war laut Trainer Jens Keller „nicht sofort zur Tagesordnung“ übergegangen worden, zumal man „so viele Ursachen für die schlechte Leistung gefunden habe, dass man sie hier gar nicht aufzählen kann“. Ganz im Gegenteil: „Wir haben das Spiel klar analysiert, klare Worte gefunden und viele Einzelgespräche geführt“, sagt Keller. Alles in Anwesenheit des Managers, der dabei „in die Gesichter der Spieler“ geblickt und ihre Reaktionen beobachtet habe. Dort sah Heldt „viel Frustration, aber auch viel Selbstkritik“.

Nach dem wackligen Auftaktsieg im DFB-Pokal gegen einen Fünftligisten FC Nöttingen, dem vogelwilden 3:3 gegen den Hamburger SV und der eine Woche später folgenden Pleite beim VfL Wolfsburg wartet am Mittwoch (20.45 Uhr/live in Sky und ZDF) und am kommenden Dienstag PAOK Saloniki auf die „Knappen“. Die Schalker Arena war einen Tag vor dem Anpfiff bereits mit den für die Champions League typischen blauen Schildern ausgezeichnet, die den Besuchern und Medienschaffenden den Weg weisen. Und die Hausherren wären froh, wenn diese nicht für längere in den Lagerräumen des Stadions verschwinden würden. Während die Schalker Anhänger nach den bisherigen Leistungen der Mannschaft recht ängstlich den Spielen gegen die Griechen entgegen blicken, ist sich Heldt sicher, dass die Pappschilder in dieser Saison noch weitere Verwendung finden werden: „Ich bin davon überzeugt, dass wir uns für die Gruppenphase qualifizieren werden“, sagt er mit recht bestimmenden Ton.

Neben der bereits erwähnten Selbsterkenntnis der offenbar reuigen Profis schöpft Heldt vor allem aus der Vergangenheit viel Zuversicht. „Wir sind aus solchen Situationen immer schadenfrei herausgekommen“, bemüht er das Vokabular eines Versicherungs-Angestellten und erinnert an das finale Spiel der vergangenen Saison, als die Schalker quasi auf den letzten Drücker durch einen Sieg beim SC Freiburg erst Rang vier gesichert hatten. Weshalb auch Keller noch einmal die Spieler an all die Mühen und verlorenen Nerven erinnert: „Wir haben hart gearbeitet, um diese Spiele gegen Saloniki zu absolvieren. Das wollen wir uns nicht mehr aus der Hand nehmen lassen.“

Keller, der am Mittwoch auf Torjäger Klaas-Jan Huntelaar und Sead Kolasinac (beide verletzt) verzichten muss, ist sich sicher, dass der Trainerstab in den vergangenen Einheiten die richtigen Knöpfe bei den Spielern gedrückt hat. Damit am Mittwoch nicht wieder – wie in Wolfsburg – eine Mannschaft auf dem Platz steht, in der laut Keller „zehn oder elf Spieler ihre Leistung nicht abrufen“.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare