U19-Finale

Schalker Nachwuchs unterliegt im Titelkampf der Hertha

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Der Schalker Nachwuchs (rechts Trainer Norbert Elgert) schlich nach der Finalpleite gegen Hertha vom Platz.

Der Nachwuchs des FC Schalke 04 hat im Finale um die Deutsche Meisterschaft der U19-Teams eine bittere Niederlage kassiert. Gegen Hertha BSC zogen die "Königsblauen" in Oberhausen mit 1:3 (0:2) den Kürzeren.

Oberhausen - Lothar Engel hatte das gute Stück extra fein gemacht: Das Ende seines mittlerweile gut 15 Zentimeter langen Ziegenbartes war königsblau eingefärbt. Seit 2015 hatte sich der Betreuer der U19 des FC Schalke 04 den extravaganten Gesichtsschmuck wachsen lassen. Mit dem Versprechen, dass die Spieler diesen erst nach der nächsten Deutschen Meisterschaft abschneiden dürfen. Die Scheren waren zwar schon gewetzt, können aber ein wenig überraschend für mindestens ein weiteres Jahr in der Schublade der Mannschaftskabine bleiben.

Es war eine bittere Niederlage, die der Schalker Nachwuchs im 50. U19-Finale der Geschichte im Oberhausener Stadion Niederrhein hinnehmen müssen – und die erst zweite Saisonpleite. Das überragende Team der U19-Bundesliga, das in dieser Saison bislang nur 18 Gegentore kassierte hatte, unterlag im Endspiel um den Titel Hertha BSC mit 1:3 (0:2). Somit blieb Schalkes Kult-Trainer Norbert Elgert der vierte Triumph verwehrt: Der 61-Jährige hat in seiner Amtszeit bislang drei Mal den Titel (2006, 2012 und 2015) geholt und damit das Fundament für seine heutige, glänzende Reputation gelegt.

Elgert: "Tut mir persönlich sehr weh für die Jungs"

„Es tut mir persönlich sehr weh für die Jungs“, sagte Elgert nach seiner ersten Niederlage in einem Meisterschaftsfinale („Das ist nicht schön“). Der Schalke-Coach verteilte allerdings ein großes Lob an seine Mannschaft. „Wir sind ein verdammt guter Vizemeister und gehören zu den zwei besten Mannschaften Deutschlands.“

Es war ein intensives Spiel zweier physisch sehr starker Teams, die sich auf Augenhöhe begegneten. Der Vorteil der Berliner war ihre größere Effizienz. Während die Knappen wie schon so oft in dieser Saison geradezu verschwenderisch mit ihren Gelegenheiten umgingen, ließ die Hertha nicht viel liegen. Sieht man einmal von dem vergebenen Foulelfmeter von Palko Dardai (88.) ab. 

Berliner auch in Oberhausen enorm torgefährlich

Schalke-Keeper Timon Weiner hatte den Schuss des Sohnes von Hertha-Cheftrainer Pal Dardai abwehren können. Ansonsten zeigten die Berliner auch in Oberhausen ihre enorme Tor-Gefährlichkeit. In der 9. Minute hatte Panzu de Angelo Ernesto die Hertha nach einem fies gezirkelten Freistoß von Kapitän Florian Krebs in Führung geköpft. 

In der 26. Minute war es Krebs selbst, der einen Freistoß aus gut 20 Metern direkt in die Maschen wuchtete. Die Schalker Fans unter den insgesamt 9400 Zuschauern schlugen diese beiden Treffer gehörig aufs Gemüt. Minutenlang war nur die kleine Berliner Fan-Kolonie zu hören.

In der Halbzeitpause war es Elgert gelungen, die Tugenden seines Teams wieder zu wecken. Dazu gehörte zunächst eine bessere Defensiv-Arbeit, die im ersten Durchgang noch etwas zu wünschen übrig gelassen hatte. 

Anschlusstreffer sorgt für neue Hoffnung bei den Schalkern

Zum anderen malochte sich das Team zurück in die Partie. Als in der 62. Minute der 1:2-Anschlusstreffer nach einem abgefälschten Schuss von Ahmed Kutucu fiel, war noch einmal Hoffnung aufgekeimt. Die Berlins Arne Maier in der 83. Minute allerdings mit seinem Treffer begrub.

Am Ende lagen die Schalker Spieler vor der Nordtribüne im Stadion Niederrhein. Die Fans riefen ihnen tröstend „Steht auf, wenn ihr Schalker seid“ zu. Um dann genau das Lied anzustimmen, das die Profis am letzten Spieltag der Liga ebenfalls zu hören bekamen: „Deutscher Vizemeister S04“. 

Als fairer Verlierer holten sich die Schalker Nachwuchsspieler am Ende ihre Silbermedaillen ab und applaudierten bei der Siegerehrung dem neuen Deutschen U19-Meister Hertha BSC, der den Titel erstmals in seiner Vereinsgeschichte gewann.

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Quelle: wa.de

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