Die Heidel-Nachfolge

Doppelspitze Reschke-Boldt oder doch Allofs?

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Kandidat auf Schalke: Michael Reschke

Nach der 0:3-Pleite in Mainz nahm Schalkes Noch-Sportvorstand Christian Heidel offiziell seinen Hut. Als mögliche Nachfolger schweben mehrere Namen über dem Dach der Veltins Arena.

Gelsenkirchen - Spätestens im Sommer ist Schluss für Noch-Sportvorstand Christian Heidel beim Bundesligisten FC Schalke 04. Tendenz: früher. 

Zwar kam Heidels Entscheidung in dieser Kurzfristigkeit überraschend, „unvorbereitet“, so Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies, war man in der Führungsetage allerdings nicht. „Wir arbeiten bereits an Lösungen“, verriet Tönnies der Bild.

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Als wahrscheinlichste eben dieser Lösungen gilt der frühere Leverkusener Sportdirektor Jonas Boldt. Bereits im vergangenen Sommer gab es Gespräche zwischen Heidel und dem 37-Jährigen. Als „sehr, sehr guten Mann“ bezeichnete ihn damals der nun scheidende Schalker Manager: „Ich habe Jonas Boldt angesprochen, ob er zu Schalke kommt und unser Team vergrößern will. Das war schon im Sommer mein Ansatz“, gab Heidel offen zu.

Geheimtreffen am 15. Januar

Ein Ansatz, der mit weiteren Gesprächen laut Bild-Informationen am 15. Januar präzisiert werden sollte, wenn auch nur im Geheimen. Gegenüber Tönnies und Heidel habe Boldt allerdings signalisiert, „dass er weiter als zweiter und nicht als erster Mann arbeiten wolle“.

Doppelspitze Reschke-Boldt?

Demnach planen die Verantwortlichen des Revierklubs mit einer Doppelspitze: Michael Reschke als Sportvorstand und eben jener Boldt als Sportdirektor sollen den abgestürzten Vizemeister zurück in die Spur bringen. 

Reschke suchte vor rund 18 Monaten beim Bundesligisten VfB Stuttgart nach einer neuen Herausforderung. Am 12. Februar nahm diese dort ein jähes Ende. Unwahrscheinlich ist eine ebensolche Doppelspitze nicht, kennen sich beide aus der gemeinsamen Zeit in Leverkusen. Dort war Reschke bis 2014 aktiv, agierte an der Seite von Rudi Völler als Kaderplaner. Wichtige Spieler wie Stefan Kießling, Bernd Leno oder Arturo Vidal waren Ergebnisse seiner Schaffenszeit.

Reschke scheiterte in München und Stuttgart

Ob der 61-Jährige der richtige Mann für die Gelsenkirchener wäre, bleibt ungewiss, scheiterte er bei seinen folgenden Stationen sowohl beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München als auch im Schwabenland. 

Boldt, der die Nachfolge von Reschke in Leverkusen antrat, übergab am 1. Dezember 2018 das Amt des Sportdirektors an Simon Rolfes, steht diesem seitdem beratend zur Seite und wird spätestens zum Saisonende die Leverkusener verlassen.

Geht Allofs Wunsch nach Bundesliga auf Schalke in Erfüllung?

Ein weiterer Name, der über der Veltins Arena schwebt, ist der langjährige Bremer und Wolfsburger Manager Klaus Allofs. Zwischen 1999 und 2012 hielt Allofs die Zügel der Norddeutschen in der Hand, ehe er 2012 in die Auto-Stadt wechselte. 

Dass er einen Klub zum Erfolg führen kann, bewies der 62-Jährige bei beiden Stationen: 2004 gewann er zusammen mit Kult-Trainer Thomas Schaaf die deutsche Meisterschaft. Mit dem VfL Wolfsburg gelang ihm in der Saison 2014/15 die Vizemeisterschaft hinter dem FC Bayern – auch dank guter Kaderplanung. So gehörte das Leihgeschäft des damals noch unbekannten und heutigen Weltklassespielers Kevin De Bruyne von Schalke-Gegner Manchester City zu einem seiner Volltreffer. 

Dass Allofs über genug Erfahrung für den schwierigen Klub FC Schalke 04 verfügt, sollte kaum zu bestreiten sein. Dass er keinen Hehl aus seinem persönlichen Wunsch macht, „gerne wieder in der Bundesliga zu arbeiten“, unterstreicht ein mögliches Engagement.

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Quelle: wa.de

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