Frischer Wind aus Tirol in Gelsenkirchen

Schalker Neuzugang Alessandro Schöpf will "einfach nur Gas geben"

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Schalkes Alessandro Schöpf bejubelt sein Tor zum 3:0-Endstand gegen Wolfsburg.

Gelsenkirchen - Als Alessandro Schöpf am vergangenen Samstag aus gut 16 Metern abzog und der Ball unaufhaltsam zum 3:0-Endstand gegen den VfL Wolfsburg im Netz einschlug, erlebte der Österreicher nach eigenen Angaben „einen Riesenmoment“. Sein erster Treffer für den FC Schalke 04 war wohl das schönste Geschenk zu seinem 22. Geburtstag, den er einen Tag später feierte.

Effektiver geht es kaum: Insgesamt erst acht Bundesliga-Minuten stand der gebürtige Tiroler für Schalke auf dem Platz, bis er erstmals traf. „Ich möchte hier einfach Gas geben“, sagt der offensive Mittelfeldmann, der den Schalker Fans noch viel Freude machen dürfte.

Denn Schöpf scheint mit neuen Situationen so gut umgehen zu können wie mit dem Ball. Als er 2014 vom FC Bayern München, in dessen Regionalliga-Team er in 63 Partien 22 Tore schoss, zum Zweitligisten 1. FC Nürnberg wechselte, akklimatisierte er sich extrem schnell in der höheren Spielklasse. „Das habe ich beim S04 wieder vor, denn Tore und Vorlagen sind meine Lieblingsbeschäftigung“, verriet er dem Vereinsmagazin „Schalker Kreisel“.

Das dürfte ganz nach dem Geschmack von André Breitenreiter sein. „Er macht einfach Spaß. ,Schöpfi’ ist ein offener Typ, der auf jeden zugeht. Er hat sich sehr schnell integriert“, lobt der Trainer die sozialen Vorzüge des Neuen. 

An den fachlichen Qualitäten hat Breitenreiter eh keine Zweifel: „Er ist ein großes Talent. Alessandro verfügt über eine enorme Abschlussstärke, die er im Training schon oft nachgewiesen hat.“

Gut möglich, dass „Schöpfi“ am Freitag bei der Auswärtspartie in Mainz zu seinem dritten Schalker Bundesliga-Einsatz kommt – und vielleicht dem ersten von Beginn an. Denn der Einsatz von Eric Maxim Choupo-Moting war am Donnerstag noch fraglich. Der Angreifer hatte sich in der Partie gegen Wolfsburg eine schmerzhafte Becken-Prellung zugezogen. Als mögliche Alternative stünde Schöpf nur zu gerne zur Verfügung. 

Die fünf Millionen Euro Ablösesumme, die die Schalker nach Nürnberg überwiesen, könnten sich als gute Investition in die Zukunft erweisen, denn Schöpf passt perfekt ins Beuteschema der Knappen. Die Schalker setzten weiter auf talentierte, junge Spieler, die dem Verein schon viele Erfolge und vor allem auch hohe Ablösesummen eingebracht haben. 

Im Januar wurde beispielsweise auch Alper Ademoglu vom RSC Anderlecht für die Schalker U19 geholt. „In diesen Wechsel hat der Verein richtig viel investiert“, sagt Horst Heldt über die Verpflichtung des 17-jährigen Mittelfeldspielers, der die türkische und die belgische Staatsbürgerschaft besitzt. 

Zudem wollen die Blauweißen laut Heldt derzeit ein weiteres europäisches Toptalent nach Gelsenkirchen lotsen. „Im März wird ein Spieler dazu kommen, der bald oben anklopfen wird“, sagt der 46-jährige Manager, der seinerseits den Verein im Sommer verlassen wird.

Quelle: wa.de

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