Schalker Hoffnungsträger

Neustädter freut sich auf "Papas" Rückkehr

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DOHA - Roman Neustädter macht derzeit keinen Hehl daraus, wie sehr er sich auf die Rückkehr von Kyriakos Papadopoulos freut. „Papa ist ein Spieler, der enorm pushen kann“, sagt der 25-jährige Neustädter und ergänzt: „Wenn dann jeder so wie Papa auftritt, sind wir in der Lage noch einiges zu erreichen.“

Von Jens Greinke 

Auch, wenn es Neustädter vielleicht nicht so meint: Es klingt ein klein wenig wie nach dem Griff nach dem letzten Strohhalm. Es war vor allem die Labilität der Schalker Defensive, die in der Hinrunde dafür gesorgt hatte, dass die Mannschaft den Erwartungen bisher etwas hinterherhinkt. Und auch Neustädter selbst hat noch lange nicht zu der Form zurückgefunden, die Grundlage dafür war, dass er 2012 einen neuen Arbeitsplatz auf Schalke fand. Nachdem er zu Beginn auf der Sechs noch glänzte und nahtlos an seine starken Leistungen, die er zuvor bei Borussia Mönchengladbach gezeigt hatte, angeknüpft hatte, fiel er in ein kleines Formtief. Und zwar ungefähr in genau der Zeit, als er in Dezember 2012 von Bundestrainer Joachim Löw seine erste Berufung für die deutsche Nationalmannschaft erhalten hatte.

Starke körperliche und mentale Belastung als Grund für das kleine Tief

Neustädter, der in Dnipropetrowsk geboren wurde und 1992 mit der Familie nach Deutschland übersiedelte, sieht im Rückblick vor allem die starke körperliche und mentale Belastung als Grund für sein kleines Tief. Die vielen englischen Wochen auf Schalke, die er zuvor von Borussia Mönchengladbach nicht gewohnt war, hinterließen beim Skateboard-Fan Spuren. „Man sammelt seine Erfahrungen und muss diese nutzen, um sich weiter zu entwickeln“, sagt Neustädter in der Rückschau. Zuletzt zeigte die Kurve wieder nach oben. Dass er mittlerweile auch im Schalker Team als wichtige Persönlichkeit wahr genommen wird, beweist die Tatsache, dass ihm zuletzt – wenn auch nur aushilfsweise – die Kapitänsbinde übertragen wurde. „Schalke kann immer elf Spieler auf den Platz stellen, die eine hohe Klasse haben“, sagt Neustädter. Er selbst gehört sicherlich zu den Spielern, die sogar eine ganz besondere Klasse haben. Nur muss es ihm gelingen, diese möglichst bald wieder abzurufen. Das wäre wichtig für ihn selbst. Und für Schalke.

Quelle: wa.de

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