Fieberhafte Suche nach einem neuen Schalker Cheftrainer

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Marc Wilmots

Gelsenkirchen - Während die Profis ihre ersten Urlaubstage genießen, steckt ihr Vorgesetzter im Stress: Horst Heldt sucht fieberhaft nach einem neuen Cheftrainer für den FC Schalke 04.

Von Jens Greinke

Der 45-jährige Manager soll bereits Kontakt zu mehreren Kandidaten aufgenommen haben, unter anderen zu Marc Wilmots, dem aktuellen Coach der hochbegabten belgischen Nationalmannschaft. Der Wallone mit dem Spitznamen „Willi, das Kampfschwein“ gilt in der Schalker Anhängerschaft als Wunschkandidat. Weil er als ehemaliger Schalker „Euro-Fighter“ all jene Werte darstellt, die die Fans zuletzt so arg vermisst hatten.

Die Chancen, dass Wilmots seine derzeit so erfolgreiche Arbeit als Nationaltrainer aufgibt, stehen allerdings nicht besonders gut. Heldt sagte zwar Anfang der Woche: „Sie können sich gar nicht vorstellen, wie viele Interessenten sich schon bei mir gemeldet haben.“ Die Frage hierbei dürfte nur sein, welche Qualität diese Aspiranten haben. Angesichts der gerade herrschenden Mentalität und offensichtlichen Disharmonie im Schalker Kader ist es derzeit sicherlich die größte Herausforderung in der Bundesliga, Cheftrainer auf Schalke zu werden. Kein Job für schwache Nerven, eher einer für Abenteurer.

Deshalb dürfte auch Norbert Elgert ausscheiden. Der Schalker U19-Jugendtrainer, der wegen seiner langanhaltenden Erfolgsserie im Nachwuchsbereich mittlerweile Kultstatus auf Schalke erlangt hat, ging angesichts der zuletzt schwierigen Zusammenarbeit mit der Profi-Abteilung auf Distanz zum Verein: „Wenn ich so wenig Unterstützung vom Verein erhalte, weiß ich nicht, ob ich noch der richtige Mann für Schalke bin“, sagte er der WAZ nach dem Gewinn der U19-Meisterschaft am vergangenen Wochenende.

Heldt gibt sich selbst zwar bis zum Trainingsauftakt am 28. Juni Zeit, doch wäre er gut beraten, möglichst schnell eine auch für die Anhängerschaft akzeptable Lösung zu präsentieren, um die aktuell sehr angespannte Stimmung im Umfeld des Vereins ein wenig zu befrieden. Heldts Trainerwahl wird auf alle Fälle ein wichtiger Parameter dafür sein, wie die Stimmung auf der Schalker Mitgliederversammlung am 28. Juni sein wird.

Barnetta und Fuchs müssen gehen

In zwei anderen Personalentscheidungen herrscht seit Donnerstag Klarheit: Tranquillo Barnetta und Christian Fuchs werden den Verein verlassen. „Wir haben uns mit beiden Spielern noch einmal zusammengesetzt, sind aber in den Gesprächen übereingekommen, dass die Wege sich trennen werden“, so Heldt. „Tranquillo und Christian möchten woanders eine neue Herausforderung suchen.“

Quelle: wa.de

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