Felix Magath rechnet mit baldigen Spieler-Verkäufen

Erik Jendrisek ist einer der Streichkandidaten von Schalkes Trainer Felix Magath. ▪

BELEK ▪ Aus personalpolitischer Sicht ist das diesjährige Winter-Trainingslager des FC Schalke 04 eher ein Langweiler. Während Trainer Felix Magath ein Jahr zuvor im spanischen Chiclana noch in einen mittelschweren Kaufrausch verfallen war und neun neue Spieler geholt hatte, heißt es in Belek: Still ruht das Mittelmeer. Von Jens Greinke

Magath ist sich zwar weiterhin sicher, dass er den Personal-Überhang, den er selbst geschaffen hatte, bis zum Beginn der Rückrunde am kommenden Samstag noch etwas abbauen kann. Doch konkrete Verhandlungen mit Spielerberatern und anderen Klubs habe es laut dem 57-Jährigen weiterhin „nicht gegeben“.

Schalkes Trainermanager bestätigte gestern, dass es auf Vorstands-Ebene Überlegungen gegeben habe, mit Zweitliga-Schlusslicht Arminia Bielefeld personell zu kooperieren. „Es spricht nichts dagegen, der Arminia mit ein paar Spielern zu helfen. Allerdings braucht man dazu die Bereitschaft der Profis“, sagt Magath. Offenbar sollten aussortierte Spieler wie Alexander Baumjohann, der zur Zeit bei den Schalker Amateuren spielt, oder Erik Jendrisek an die Arminia abgegeben werden. Die Idee dazu stammte von Schalkes Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies und Arminia-Förderer Gerry Weber, die beide eng befreundet sind. „Doch es besteht ein Unterschied darin, was man theoretisch will und was man praktisch umsetzen kann“, so Magath weiter. Die besagten Profis haben es offenbar abgelehnt, auf Leihbasis beim Tabellenletzten der 2. Liga anzuheuern.

So muss Magath weiterhin auf Angebote warten, die die Spieler in Erwägung ziehen würden. Neben Baumjohann und Jendrisek stehen auch Jermaine Jones, Hans Sarpei oder Hao Junmin auf der Streichliste. Allerdings scheint kein ernsthafter Interessent in Sicht. Während bei Jones sein aktuelles hohes Gehalt das größte Hindernis bei einem Wechsel sein dürfte, gelten die anderen Spieler aufgrund ihrer in den vergangenen Monaten gezeigten Leistungen eher als Ladenhüter. Magath ist sich dennoch weiterhin sicher, „dass wir den ein oder anderen Spieler noch in der Winterpause abgeben werden“. Und meint damit nicht Jefferson Farfan, der vor wenigen Tagen mit einem Angebot aus dem Ausland kokettiert und angekündigt hatte, Schalke verlassen zu wollen. „Ich bin da weiterhin ganz beruhigt. Jefferson ist bislang nicht zu mir gekommen, weshalb ich keine Veranlassung sehe, mir darüber Gedanken zu machen“, sagt Magath.

Sollte es dem Trainer tatsächlich gelingen, den Kader zu reduzieren, würden sich sicherlich die Chancen für junge Spieler wie Julian Draxler und Nils Zander erhöhen, bald einen Profi-Vertrag zu erhalten. Die beiden 17-Jährigen sind im Trainingslager an der türkischen Riviera dabei und wurden von Magath in beiden bisher absolvierten Testspielen eingesetzt. Insbesondere von Draxler hat Magath eine hohe Meinung: „Julian ist trotz seiner Jugend schon sehr weit. Alles, was er auf dem Platz macht, hat Hand und Fuß.“ Schalkes Trainer ist sich sicher, dass der offensive Mittelfeldspieler noch in dieser Saison seine erste Bewährungsprobe in der Bundesliga erhalten wird.

Quelle: wa.de

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