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FC Schalke hat Angst vor Abstieg: S04 wappnet sich für 2. Liga

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Von: Marvin K. Hoffmann

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Der FC Schalke 04 kämpft gegen den direkten Abstieg aus der Bundesliga. Der Vorstandsvorsitzende Bernd Schröder sieht den S04 aber gut gerüstet.

Hamm – Der FC Schalke 04 steht nach dem Aufstieg in der vergangenen Saison aktuell in der Bundesliga mit dem Rücken zur Wand. Bis zur Winterpause konnten die Knappen lediglich neun Punkte sammeln, stehen damit auf dem letzten Platz in der Tabelle. Es droht also der erneute Abstieg in die 2. Bundesliga. S04-Vorstandsvorsitzender Bernd Schröder leitet erste Maßnahmen in die Wege und sieht Schalke immer noch als Top-Klub an.

S04-Vorstandsvorsitzender Bernd Schröder: FC Schalke 04 würde wohl auch Lizenz für 2. Liga erhalten

Wie Schröder gegenüber der „Bild am Sonntag“ erklärte, sei er guter Dinge, dass der finanziell angeschlagene FC Schalke 04, der zudem noch die Kapitänsfrage klären muss, auch im Falle eines erneuten Abstiegs aus der Fußball-Bundesliga die Lizenz erhält. „Ja, ich bin mir ganz sicher, dass wir sie bekommen. Als vernünftige Kaufleute wappnen wir uns auch für dieses Szenario. Wir müssen in der Lizenzierung nachweisen, dass wir in der 2. Liga wieder durchfinanziert sind - und ich bin überzeugt: Das werden wir schaffen“, sagte der S04-Vorstandsvorsitzende.

Ein Schreckensszenario wäre ein erneuter Abstieg aus der Fußball-Bundesliga aber allemal. Dem FC Schalke 04, der im Januar ins Trainingslager nach Belek reist, würde nicht nur das prestigeträchtige Revierderby gegen Borussia Dortmund fehlen, sondern auch wichtige Einnahmen – die Knappen sind mit rund 180 Millionen Euro verschuldet.

Bei einem längeren Verbleib in der 2. Liga wären daher größere Umbauarbeiten nötig, meint Schröder. „Nach drei, vier Jahren in der 2. Liga würde Schalke anders aussehen müssen, das haben wir immer gesagt. Wir würden uns dann angucken müssen, welche Maßnahmen notwendig und sinnvoll sind. Man könnte das sogenannte Tafelsilber verkaufen, man müsste an die Kosten ran“, erklärte er. Gleichwohl sieht Schröder den FC Schalke 04 im Kreis der deutschen Top-Klubs.

FC Schalke 04 sei noch immer „einer der drei größten Vereine in Deutschland“

„Auch wenn wir gerade 18. sind - wir werden gefragt und haben weiterhin Gewicht. Wir sind immer noch einer der drei größten Vereine in Deutschland, zählen zu den Top drei und sind wichtig für den deutschen Fußball“, sagte der 56-jährige Vorstandsvorsitzende des S04 mit Bezug auf die 165.000 Mitglieder und die vielen Fans der Königsblauen. Er sieht die Knappen damit zum Beispiel noch vor RB Leipzig, wie auch Ruhr24.de berichtet. Zudem verwies Schröder auf die hohen TV-Einschaltquoten bei Schalke-Spielen.

„Welche Spiele gucken denn die Fans? Das sind insbesondere die Spiele von Bayern, Dortmund und Schalke. Wir sind ein großer Player im deutschen Fußball, wissen um unseren Wert“, sagte Schröder. Er forderte daher auch eine andere Verteilung der Fernsehgelder: „Wer mehr Quote garantiert, sollte auch mehr Geld bekommen. Es sind Klubs wie Frankfurt, Bremen, Köln und eben Schalke, die neben Bayern und Dortmund die Bundesliga attraktiv halten und Tausende von Fans in die Stadien und vor den Fernseher locken. Dafür zahlen die Rechteinhaber, also muss man das am Ende auch auf unserer Abrechnung sehen.“

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