Mehr als nur ein Makel

Weinzierl muss auf Schalke viele Baustellen bearbeiten

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Trainer Markus Weinzierl muss in den nächsten Tagen auf Schalke viel korrigieren.

Gelsenkirchen - Schalke 04 ist mit mehr als ernüchternden Leistungen ins neue Jahr gestartet. Ohnehin ist die Liste der königsblauen Mängel lang.

Der Start ins neue Fußball-Jahr verlief für Schalke 04 recht durchwachsen. Drei Punkte aus den ersten beiden Partien gegen Ingolstadt und Frankfurt sind schlichtweg zu wenig für die Königsblauen. Vor allem mit Blick auf die geplante Attacke auf Platz sechs.

Während Manager Christian Heidel erst einmal nicht an die Europa League denkt, weil das in dieser Situation „lächerlich“ wäre, blieb Naldo kämpferisch: „Nein, nein, die ist nicht abgeschrieben.“ Um dieses Ziel noch zu erreichen, muss Schalke an einigen Baustellen arbeiten.

Spielaufbau: Beginnend in der Dreierkette, schnelle Pässe über das Mittelfeld. Verlagerung auf die Außen. Mit Tempo nach vorne. Im einwöchigen Trainingslager in Benidorm ging es kaum um andere Elemente. Zu sehen war davon bislang nichts. Stattdessen schlug das Defensiv-Trio nur lange Bälle. „Wir sind keine Zehner, wir sind Innenverteidiger“, sagte Naldo: „Natürlich versuchen wir auch den Aufbau, aber alles muss im Kopf frei sein.“ Das von Trainer Markus Weinzierl geforderte Gegenpressing ließ das Team von Schalke 04 ebenso vermissen wie aggressives Zweikampfverhalten.

Selbstvertrauen: Die Schalker sind im Kopf nicht frei. Es fehlt das Selbstvertrauen, sich auf dem Platz auch mal etwas zu trauen. „Ich hoffe, dass es uns in den kommenden Wochen gelingt, über Erfolgserlebnisse die Lockerheit wieder zu bekommen“, erklärte Leon Goretzka: „Dann sieht es auch spielerisch wieder besser aus.“ Einfacher gesagt als getan.

Vorgaben nicht umgesetzt: Weinzierl hat seinem Team einen klaren Plan mit auf den Weg gegeben. „Dass wir uns von Frankfurt pressen lassen und lange Bälle spielen“, wie Heidel beschrieb, gehörte allerdings nicht dazu. „Das war anders besprochen“, klagte Weinzierl.

Neuzugänge: Breel Embolo zog sich dann seine schwere Verletzung zu, als er sich so langsam gefunden hatte. Coke ist noch ohne Pflichtspiel-Einsatz für Königsblau. Naldo stabilisierte sich seit der Umstellung auf die Dreierkette zwar, ihm fehlt aber in einigen Aktionen das nötige Tempo. Die beste Verstärkung ist Nabil Bentaleb. Der Rest? Allenfalls Mitläufer. Benjamin Stambouli spielt unter Weinzierl kaum eine Rolle, gegen Ingolstadt hatte sogar der bisherige Dauer-Reservist Dennis Aogo den Vorzug erhalten.

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„Benjamin hat Qualität und ist ein Ballbesitzspieler, aber in der Hinrunde hat er ein-, zwei-, dreimal mitentscheidende Fehler gemacht hat“, kritisierte Weinzierl. Auch Heidel mache „keinen Hehl daraus, dass wir Stambouli mehr Einsatzzeiten zugetraut haben.“ Abdul Rahman Baba gehörte bis zu seinem Kreuzbandriss zwar auch nicht zum Stammpersonal, trieb aber Sead Kolasinac durch den Konkurrenzkampf zu Top-Leistungen an.

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Yevhen Konoplyanka gelingt in seinen Joker-Einsätzen ebenfalls kaum, für neue Impulse zu sorgen. Immerhin scheint Winter-Einkauf Guido Burgstaller helfen zu können. Für ein Urteil über Daniel Caligiuri, der gegen die Eintracht nach 66 Minuten ins Spiel kam, ist es zu früh. Ebenso wie bei Bayern-Leihgabe Holger Badstuber, der nach seinem weniger glanzvollen Auftritt beim Test in Chemnitz (1:2) noch auf seinen ersten Pflichtspiel-Einsatz für Schalke wartet.

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Quelle: wa.de

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