Erste Annäherung in Sachen Raul und Schalke

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Von den Schalker Fans geliebt: Raul.

GELSENKIRCHEN - Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 darf weiterhin auf eine Zusammenarbeit mit seinem spanischen Weltstar Raul hoffen. Allerdings bangt der Verein um den Einsatz von Raul im Spiel gegen Köln am Samstag.

Von Jens Greinke

Ein Treffen mit Gines Carvajal zählt auch für einen Manager wie Horst Heldt zu den besonderen Momenten im Berufsleben. Heldt beschreibt den distinguierten Spanier mit dem durchdringenden Blick als „respektvoll und höflich“. Am Mittwochabend hatte sich der 42-jährige Schalke-Manager mit Carvajal in einem Düsseldorfer Hotel getroffen und nach eigener Aussage „ein sehr nettes Gespräch“ geführt. Es ging um die Zukunft von Raúl, den Carvajal als Berater vertritt. Der spanische Weltstar ist einer von vielen prominenten Fußballern, die Carvajal in seiner exklusiven Klientenkartei führt.

Nennenswerte Ergebnisse hat dieser Dialog bislang noch nicht erbracht. „Es war ein erstes Sondierungsgespräch, welches sehr angenehm verlief, über dessen Inhalte ich aber keine Auskunft erteilen werde“, sagt Heldt. Im Februar werde ein zweites Treffen folgen, nach dem es vielleicht erste Ergebnisse zu verkünden gibt.

So werden die Schalker Fans weiter der Dinge harren müssen, die da kommen mögen. Der Vertrag mit Raúl läuft im Sommer aus. Der Stürmer war zuletzt auch in dieser Beziehung in die Offensive gegangen und hatte erklärt, dass er sich einen Verbleib in Gelsenkirchen durchaus vorstellen könne. „Meine Vision ist es, weiter für Schalke zu spielen“, hatte der 34-Jährige im Trainingslager in Katar gesagt. Bei den Königsblauen gilt der Routinier längst als großer Spielgestalter. Zudem fühlen sich seine Frau und seine fünf Kinder in seinem Wohnort Düsseldorf äußerst wohl.

Heldt wird mit Carvajal vor allem über die Höhe des Gehaltes und die Vertragslaufzeit verhandeln müssen. Raúl erhofft sich offenbar einen Zweijahres-Vertrag, während die Schalker eher ein Jahres-Engagement bevorzugen würden. Dass Raúl bei seinem aktuellen Jahresgehalt von rund sieben Millionen Euro Abstriche wird machen müssen, scheint dem Stürmer klar. Zumal die zwei Millionen Euro Zuschuss von seinem Ex-Klub Real Madrid ab Sommer auch nicht mehr fließen. Dafür sollen Raúl von den Schalkern die Einnahmen eines möglichen Abschiedsspiels zu seinem Karriere-Ende zufließen.

Trainer Huub Stevens interessiert sich aktuell mehr für die Wade von Raúl als für neue Verträge. Eine Muskelverhärtung hat dazu geführt, dass der Spanier am Dienstag das Training abbrechen musste und seitdem behandelt wird. „Wir müssen abwarten“, sagt Stevens hinsichtlich der Auswärtspartie am Samstag beim 1. FC Köln (18.30 Uhr). „Wenn er auch ausfällt, dann haben wir ein weiteres großes Problem“, sagt Stevens mit einem Blick auf die lange Verletztenliste, auf der unter anderen Jermaine Jones (gesperrt), Alexander Baumjohann, Benedikt Höwedes und Lewis Holtby (alle verletzt) stehen. Auch Jefferson Farfan werde nach Aussage von Stevens wahrscheinlich nicht im Kader sein, obwohl er seit dieser Woche wieder mit der Mannschaft trainiert.

Quelle: wa.de

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