Huub Stevens vor dem Spiel gegen Schalke

"Alles geben" für PAOK Saloniki

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GELSENKIRCHEN - Huub Stevens kam durch den Haupteingang an seine alte Arbeitsstätte zurück, exakt dort, wo ein großes Transparent mit seinem Konterfei hängt, versehen mit dem Zitat: „Einmal Schalke, immer Schalke.“

Von Jens Greinke

Für die Dauer von zwei Fußball-Spielen wird aus dem Schalke-Freund nun allerdings ein Gegner. „Ich bin ein Profi. Ich arbeite aktuell mit viel Spaß bei PAOK Saloniki und werde deshalb alles geben für diesen Verein“, macht der 59-jährige Schalker „Jahrhundert-Trainer“ Schluss mit etwaigen romantischen Vorstellungen des königsblauen Anhangs, dass da ausschließlich ein guter, alter Freund nach Gelsenkirchen käme. Dieses Mal kommt der Niederländer als Gegner.

Trotz aller Professionalität: Es ist Stevens anzumerken, dass es für ihn ein besonderes Duell werden wird. Die beiden Bundesliga-Spiele seines ehemaligen Klubs, den er bis zum Dezember 2012 und insgesamt knapp acht Jahre trainiert hatte, hat der Coach im TV verfolgt. Und zwar nicht aus Gründen der Vorbereitung, sondern eher aus einer sentimentalen Motivation heraus. „Schließlich wusste ich beim HSV-Spiel noch gar nicht, dass wir gegen Schalke spielen würden“, erinnert sich Stevens: „Aber ich schaue die Spiele von Schalke eben gerne.“

Welche Schlüsse er aus dem TV-Studium gezogen hat, gibt Stevens nicht preis. „Falls ich Schwächen im Schalker Team erkannt hätte, würde ich Ihnen diese nicht verraten“, lächelt er verschmitzt. Natürlich könne er die Schalker Mannschaft vielleicht besser beurteilen, als der ein oder andere. „Aber ob das am Ende ein Vorteil ist, weiß ich nicht. Für uns ist es wichtig, wie wir auftreten“, sagt der Niederländer. Dass er sich vor einigen Monaten gegen einen Aufsichtsratsposten auf Schalke und für einen Trainerposten in Griechenland entschieden hat, läge nach Auskunft von Stevens, „an dem Hunger, den ich noch auf diesen Job verspürt habe“. Was aber nicht heißen müsse, dass in dieser Hinsicht sämtliche Brücken nach Gelsenkirchen abgebrochen worden wären. „Für die Zukunft ist die Situation völlig offen“, sagt Stevens über ein mögliches späteres Engagement beim Traditionsklub. Einmal Schalke, immer Schalke eben.

Quelle: wa.de

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