2:0 - Schalke quält sich gegen Nöttingen in zweite Pokalrunde

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Der Schalker Klaas-Jan Huntelaar (links) bejubelt seinen Treffer zum 0:1. Rechts sein Teamkollege Adam Szalai.

KARLSRUHE - Nur mit größter Mühe hat sich der FC Schalke 04 in die zweite Runde des DFB-Pokals gequält. Der Fußball-Bundesligist hatte beim enttäuschenden 2:0 (1:0) gegen den Fünftligaclub FC Nöttingen riesige Probleme und offenbarte am Montagabend erhebliche Defizite.

Vor 12 470 Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion sorgten der niederländische Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (30. Minute) und in der Nachspielzeit Leon Goretzka (90.+3) für den äußerst schmeichelhaften Auftaktsieg.

Von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen. Im Gegenteil. Der Fünftligist hatte anfangs gleich zwei hochkarätige Möglichkeiten zur Führung. Erst konnte Timo Hildebrand einen Linksschuss von Mario Bilger (4.) gerade noch ans Aluminium lenken, dann traf auch Holger Fuchs (16.) per Kopf nur die Latte.

Die in den ungewohnten türkis-grünen Ausweichtrikots angereisten Schalker agierten zu behäbig. Zumindest Julian Draxler versuchte aber, Struktur und Esprit in den Spielaufbau einzubringen. Doch dafür störten die Nöttinger, die bei ihrem ersten Pokal-Auftritt in der vergangenen Saison gegen Hannover 96 (1:6) chancenlos gewesen waren, zu früh und zu effektiv. Sechs Tage vor dem Bundesligaauftakt gegen den Hamburger SV blieb bei "Königsblau" vieles nur Stückwerk.

Wie aus dem Nichts gelang dem Team von Jens Keller dann die schmeichelhafte Führung. Torjäger Huntelaar war mal wieder zur Stelle und verwandelte trocken aus rund zehn Metern. Rückenwind verschaffte das Schalke aber nicht. Auch nach dem Wechsel klappte die Spielverlagerung kaum, Missverständnisse im Mittelfeld standen an der Tagesordnung, und ein ums andere Mal schlüpften die tapfer rackernden Nöttinger durch die unsichere Deckung.

Der Club aus dem Ruhrgebiet ließ auch gegen Ende der Partie Zielstrebigkeit vermissen. Vom klaren Willen, wie in der Vorsaison zumindest das Achtelfinale zu erreichen, war kaum etwas zu sehen. Nöttingen schwanden jedoch die Kräfte. Draxler (75.) scheiterte in dieser Phase nur knapp am starken Schlussmann Sascha Rausch. In der 88. Minute verpasste Bilger mit einem Fernschuss den Ausgleich. Goretzka dagegen sorgte in der Nachspielzeit für die Entscheidung.

Quelle: wa.de

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