Vor dem Bundesliga-Start

Deshalb ist die Transferbilanz des FC Schalke 04 vielversprechend

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Gibt im zweiten Jahr die Richtung auf Schalke vor: Domenico Tedesco.

Große Namen wie Höwedes, Goretzka oder Meyer sind gegangen, weniger bekannte sind gekommen - dennoch müssen sich die Fans des FC Schalke 04 wohl keine großen Sorgen machen.

Gelsenkirchen - Vor noch nicht allzu langer Zeit hätte es als normaler Fußball-Fan noch kein absurdes Nerd-Wissen gebraucht, um einen Spieler, der sechs Millionen Euro Ablösesumme kostet, zumindest den Namen nach zu kennen. Als der FC Schalke 04 in dieser Woche einen gewissen Hamza Mendyl vom OSC Lille für genau diesen Betrag verpflichtete, ergab eine nicht-repräsentative Umfrage unserer Redaktion auf dem Schalker Trainingsgelände eine beruhigende Unwissenheit. Die meisten der Befragten hatten den Namen dieses 20-jährigen Jünglings aus Marokko noch nie zuvor gehört.

Falls die Schalker bis zur Schließung des Transferfensters am 31. August nicht doch noch Sebastian Rudy vom FC Bayern München verpflichten, tut man sich mit der Benennung des sogenannten „Königstransfers“ in dieser Saison schwer. Suat Serdar (10,5 Millionen Ablösesumme/FSV Mainz 05), Omar Mascarell (10/Eintracht Frankfurt), Salif Sané (7/Hannover 96) und Steven Skrzybski (3,2/Union Berlin) gehören nicht in die aktuelle Riege der absoluten Topstars. Gemeinsam mit Mendyl haben sie 37,7 Millionen Euro Ablösesumme und damit den gesamten Erlös aus dem Verkauf von Thilo Kehrer nach Paris St. Germain gekostet. Hinzu kam mit dem ablösefreien Mark Uth von 1899 Hoffenheim immerhin der hinter dem Bayern Thomas Müller zweitbeste deutsche Scorer der vergangenen Saison.

Kehrer-Verkauf spielt bisherige Ausgaben wieder ein

Dagegen sind mit Benedikt Höwedes (Lok Moskau), Leon Goretzka (Bayern München) und Max Meyer (Crystal Palace) drei Spieler verlustig gegangen, die jedes fußballbegeisterte Kind in Deutschland kennt. Doch ob der Verlust dieser Spieler ein Äquivalent zur Größe ihres Namens ist, ist fraglich. Der ehemalige Schalker Kapitän Höwedes hatte in den Planungen des neuen Cheftrainers Domenico Tedesco schon im Sommer 2017 keine Rolle mehr gespielt und war deshalb an Juventus Turin ausgeliehen worden. Und der Abgang von Max Meyer war nicht nur von den Schalker Verantwortlichen mit einer gewissen Erleichtetung aufgenommen worden, sondern auch von den Fans, die über das teilsweise schnöselhafte Verhalten des 22-Jährigen nicht gerade begeistert gewesen waren. Ein herber Verlust dürfte somit nur Nationalspieler Leon Goretzka sein.

Tedesco hat ein Händchen für junge Talente

So ist den Schalker Fans aufgrund der Transferbilanz auch nicht bange vor der kommenden Saison. Vor allem, weil sie wissen, dass sie mit Domenico Tedesco nun einen Trainer haben, dem frei nach der Legende von König Midas fast schon mythische Eigenschaften zugeschrieben werden. Schließlich hat er bereits abgeschriebene Spieler wie Yevhen Konoplyanka oder Benjamin Stambouli in kürzester Zeit in Leistungsträger verwandelt. Und dass er auch ein Händchen für Talente hat, glaubt die Schalker Anhängerschaft sowieso.

So dürfte es eine spannende Saison für die Königsblauen werden. Und für Tedesco das Jahr, in dem er sich von einer der größten Trainerüberraschungen zu einer überraschenden Trainergröße entwickeln kann.

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Quelle: wa.de

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