Neue Saison, neuer Anlauf

Deshalb ist Bentalebs Wandlung für den FC Schalke 04 so wichtig

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Nabil Bentaleb (links) und Benjamin Stambouli während eines Ausflugs im Trainingslager in Mittersill.

Manchmal hat er gefremdelt, manchmal gebockt: Doch Trainer Domenico Tedesco glaubt, dass Nabil Bentaleb dem FC Schalke 04 in der neuen Saison gut tun wird.

Gelsenkirchen - Als die Schalker Profis in der vergangenen Woche im Trainingslager einen Ausflug zum idyllisch gelegenen Hintersee machten, entstand ein erstaunliches Foto. Nabil Bentaleb und Benjamin Stambouli ließen sich ablichten, als sie ein Pferd auf der Weide streichelten. Ein geradezu romantisches Motiv, wie gemacht für einen Kalender für pubertierende Mädchen.

Wer die beiden Schalker Profis, die im Sommer 2016 beide gemeinsam nach Gelsenkirchen kamen, einmal auf dem Platz gesehen hat, weiß jedoch, dass sie auch ganz anders können. Der Südfranzose Stambouli hat sich als kompromissloser Verteidiger etabliert, nachdem er unter dem ehemaligen Schalker Trainer Markus Weinzierl bereits als Flop verschrien war. Unter Domenico Tedesco ist Stambouli längst zu einer der wichtigsten Säulen geworden und gehört seit dem Trainingslager auch dem Mannschaftsrat an. Und Bentaleb? Auch er wirkte lange wie ein Fremdkörper im Schalker Team und galt als Spielertyp, der mit einem gerüttelt Maß an Egoismus versehen ist. Doch auch der im nordfranzösischen Lille geborene Franko-Algerier scheint eine Art Wandlung vollzogen zu haben. Vor allem charakterlich. Beim Interview-Termin in Mittersill präsentierte sich der oftmals etwas abweisend wirkende Mittelfeld-Akteur jedenfalls betont freundlich und verbindlich.

Tedesco: "Er macht einen guten Eindruck"

Auch im Training mache Bentaleb nach Aussage von Tedesco „einen guten Eindruck“. „Er wirkt sehr frisch. Und er weiß, was wir von ihm wollen“, sagt der Schalker Cheftrainer. In der zurück liegenden Saison hatte Bentaleb einerseits der eigene Körper, andererseits aber auch seine Eigenwilligkeit gestoppt. Mit der Folge, dass Tedesco ihn sogar drei Mal auf die Tribüne setzte. „Es war nicht immer ganz glücklich in der vergangenen Saison“, gibt Bentaleb selbst zu. Doch zurecht verweist er in diesem Zusammenhang auf sein Alter: immerhin sei er erst 23 Jahre jung. Aber er habe „bereits ein gewisses Maß an Erfahrung“.

Die Konkurrenz dürfte ihm gut tun

Darauf setzt auch Tedesco, insbesondere nach dem Weggang von Leon Goretzka und Max Meyer. „Er wird uns gut tun, weil er viele Stärken hat“, glaubt Tedesco an eine konstante Weiterentwicklung des Mittelfeld-Strategen. Sein Hochrisiko-Spiel, das den Schalker Cheftrainer in der Vor-Saison das ein oder andere Mal auf die Palme gebracht hat, hat der Franko-Algerier jedenfalls größtenteils abgelegt. „Am Anfang war mir sein Spiel zu riskant, jetzt spielt er mir fast schon ein bisschen zu sicher“, sagt Tedesco mit einem Schmunzeln.

Gut tun dürfte Bentaleb auch der verschärfte Konkurrenzkampf auf seiner Position. Mit Omar Mascarell ist ein ebenfalls hoch veranlagter Sechser nach Gelsenkirchen gekommen. „Bei der Anzahl der Spiele, die wir kommende Saison haben werden, ist der Konkurrenzkampf gesund“, glaubt Tedesco. Bentaleb selbst begrüßt ebenfalls den neuen Wettbewerb innerhalb des Teams. „Es tut gut, Konkurrenz zu haben“, sagt der 23-Jährige.

Den Schalker Geist hat Bentaleb jedenfalls längst verinnerlicht. „Kämpfen und nie aufgeben – das ist die Schalker Identität“, sagt er.

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Quelle: wa.de

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