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Wagners Strahlkraft reicht auf Schalke nicht mehr - Kommentar

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Von: Rainer Gudra

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Schalke befindet sich weiter in der Abwärtsspirale. Der Auftritt bei Fortuna Düsseldorf war erschreckend. Ob David Wagner noch der richtige Trainer ist? Fraglich. Kommentar.

Am Nachmittag ließ der FC Schalke 04 auf Twitter die guten Erinnerungen an das letzte Gastspiel in Düsseldorf im Oktober 2018 noch einmal aufleben. So schön die Bilder vom damaligen 2:0-Erfolg waren, so schmucklos geriet der Auftritt am Abend.

Die Schalker verschanzten sich in Düsseldorf zunächst in einem 5-4-1 tief in der eigenen Hälfte. Mit 22 Prozent Ballbesitz in der ersten Halbzeit haben sie in erster Linie Fußball verhindert. Mit der Umstellung auf die Viererkette war die Ballbesitzquote zwar unwesentlich höher, das Spiel bei der Fortuna aber wurde nur bedingt besser gegen biedere Düsseldorfer.

Schalke verliert in Düsseldorf: Königsblau über Verhältnisse gespielt

„Wir sind nicht mehr die Mannschaft der Vorrunde“, sagt Trainer David Wagner. Ja, auf das strahlende Königsblau der ersten Serie hat sich ein hartnäckiger Grauschleier gelegt. Bis zu den Punkten 31 bis 33 – gewonnen zum Rückrundenstart mit dem 2:0 über Gladbach am 18. Januar – haben die Schalker offenbar über ihre Verhältnisse gespielt.

Dass für ein vermeintliches Spitzenteam die Tiefe im Kader dieser Saison zu gering ist, zeigt sich aktuell, wenn Spieler wie Benjamin Stambouli, Omar Mascarell und jüngst auch Amine Harit und Suat Serdar ausfallen.

Nur gut für Schalke: Einen Sieg von der 40-Punkte-Grenze entfernt haben sie den Klassenerhalt sicher. So bedarf es dieses Mal immerhin keinen Retter, wie ihn Jahrhunderttrainer Huub Stevens vor Jahresfrist geben musste. Er kann sich in seiner niederländischen Senioren-Residenz die vorsorgliche Quarantäne ersparen. Ob aber Wagners Strahlkraft noch reicht, den Grauschleier wirksam zu durchbrechen? Eher fraglich.

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