Erster Tag im Trainingslager

Darum lässt es der FC Schalke 04 in Mittersill erst einmal ruhig angehen

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Radtour in den Bergen: Schalke-Stürmer Guido Burgstaller.

Radfahren, Schulungen und die "Blau-weiße Nacht": Schalke hat sein Trainingslager in Mittersill begonnen

Mittersill - Christian Heidel sprach zwar von „Stau ohne Ende“ als er aus dem Leihwagen stieg, doch kam der Sportvorstand des FC Schalke 04 am Montag pünktlich zum Mittagessen mit den Werbepartnern am idyllisch gelegenen Schloss Mittersill an. „Punktlandung“, meinte Heidel bei der Ankunft im Schalker Mannschaftshotel im Nationalpark Hohetauern, das auf einem Hügel hoch über Mittersill thront. „Hier kann wenigstens keiner ausbüxen“, schmunzelte er.

Während Heidel sein Zimmer bezog, war die Mannschaft schon beim Regenerationstraining. Nach der 0:1-Testspiel-Niederlage beim Zweitligisten Erzgebirge Aue am Sonntag und der späten Anreise in Mittersill erst kurz vor Mitternacht ließ es Cheftrainer Domenico Tedesco erst einmal ruhig angehen – und verordnete eine Radtour durch die „landschaftlich überragende Gegend“, wie Routinier Sascha Riether anmerkte. Exakt 90 Minuten radelten die Schalker Spieler durchs Gelände, einen giftigen Anstieg und eine kurze Abkühlung in einem Fluss (Riether: „Arschkalt“) inklusive. Am Nachmittag folgten dann unter anderen eine Anti-Doping-Schulung und die Besprechung anderer theoretischer Themen hinsichtlich der kommenden Bundesliga-Saison. Das eigentliche Trainingsprogramm wird erst am Dienstag beginnen. Am Abend stand schließlich die „Blau-Weiße Nacht“ an, das traditionelle Treffen der Spieler mit den mitgereisten Fans.

Tedesco kann Saison erstmals mit "langem Anlauf" vorbereiten

Obwohl Heidel seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren noch keine Testspielniederlage erlebt hatte, erschütterte ihn das 0:1 in Aue nicht besonders. Wichtiger ist ihm, dass Domenico Tedesco erstmals seit seinem Amtsantritt im Sommer 2016 sozusagen mit „langem Anlauf“ eine Saison vorbereiten kann. „Im letzten Jahr war für ihn ja alles eine gewisse Überraschung“, berichtete Heidel: „Er kannte die eigene Mannschaft ja nur aus dem Fernsehen, alles war neu für ihn.“ In diesem Sommer habe sich Tedesco nun seine neuen Spieler selbst aussuchen können und sei damit „sehr zufrieden“. Zudem ist die Mannschaft relativ früh in der Vorbereitung komplett. „Er kann jetzt vier, fünf Wochen intensiv mit dem Team trainieren. Und das Training ist für seine Arbeit das Wichtigste“, sagte Heidel.

Das Thema Höwedes ist so gut wie vom Tisch

Dass zudem auch die Zukunft von Benedikt Höwedes so gut wie geklärt ist, lockert die Stimmung im Schalker Lager zusätzlich auf. Der ehemalige Kapitän steht kurz vor dem Wechsel zum russischen Champions-League-Teilnehmer Lok Moskau. Sollte der Medizincheck positiv verlaufen, rechnet Heidel mit einer baldigen Verkündung des Transfers. Dieser wird den Schalkern einerseits je nach Bonuszahlungen bis zu fünf Millionen Euro Ablösesumme in die Kasse spülen. Zudem kann Heidel einen der Großverdiener von der Gehaltsliste streichen. Der Wechsel von Höwedes, der noch einen Vertrag bis 2020 auf Schalke hat, wird den Etat um gut acht Millionen Euro Gehaltszahlung in den nächsten beiden Jahren entlasten. Ob das eingesparte Geld in einen neuen Spieler investiert wird, ließ Heidel vorerst offen. Wichtiger für Heidel ist, dass die Causa Höwedes kurz vor der Klärung steht. „Wir wussten, dass es natürlich eine große öffentliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde. Wenn es nun klappen sollte, bin ich froh, weil diese Sache viel Energie verschwendet und abgelenkt hat“, meinte Heidel. Noch erfreulicher sei es, „dass es ohne Schlammschlacht beendet wird“, so der 55-Jährige: „Wir waren immer offen und fair zu Bene.“

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Quelle: wa.de

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