Vor dem Spitzenspiel in Leverkusen

Darum interessiert Tedesco die Tabelle nicht

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Klare Ansagen: Domenico Tedesco (links) beim Training in dieser Woche.

Schalke-Trainer Domenico Tedesco interessiert die Tabelle trotz aller Spannung im Kampf um Europa noch nicht. 

Gelsenkirchen - Selbst der ansonsten allwissende Kicker-Almanach kann keine Auskunft darüber geben, welcher Trainer den schlauen Spruch erfunden hat, dass ihn die Tabelle gar nicht interessiere. Zur Abwehr von dementsprechenden Fragen ist diese Floskel zu einem probaten Mittel geworden, die immer wieder gerne bemüht wird.

Zwei Tage vor dem Spitzenspiel des FC Schalke 04 bei Bayer Leverkusen (Sonntag, 15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) sagte nun Domenico Tedesco, als er nach dem aktuellen Zahlenwerk gefragt wurde: „Hand aufs Herz? Nein, die Tabelle interessiert mich derzeit nicht.“

Es war immerhin eine glaubhafte Entgegnung des Schalker Cheftrainers und keine nichtssagende Redewendung. Tedesco ist eh nicht dafür bekannt, sich während der Gespräche mit Medienvertretern in Plattitüden zu flüchten. Lieber erklärt und erläutert er mit großer Geduld, was ihn warum umtreibt. Und das aktuelle Tableau habe für ihn eben deshalb keine große Bedeutung, weil es noch „nicht valide“ sei. „Am 30. oder 31. Spieltag kann man schon einmal einen Blick darauf werfen. Bis dahin können wir den Tabellenstand ausblenden“, sagt der 32-Jährige.

Die Hinrunde kann den Schalkern Hoffnung machen

Viele der Fans können das wohl eher nicht, dafür stellt sich der Kampf um die europäischen Plätze derzeit viel zu eng und spannend dar. Und angesichts des Restprogramms der Schalker dürfte der ein oder andere ins Spekulative abdriften. Zumal die Statistik vielversprechend ist. In den letzten elf Spielen der Hinrunde verloren die Schalker keine einzige Partie mehr, holten fünf Siege und sechs Remis. „Ob uns das noch einmal gelingt, weiß ich nicht“, sagt Sportvorstand Christian Heidel, lässt dabei aber durchblicken, dass ihm diese Aussicht durchaus gefallen könnte. Derzeit sieht aber auch der 54-Jährige die Tabelle als „Momentaufnahme“.

"Leverkusen eine der besten deutschen Mannschaften"

Diese weist die Schalker als Sechsten und Leverkusen als Vierten aus, weshalb die Partie am Wochenende zu einem der spannendsten des Spieltages werden könnte. „Leverkusen ist eine der besten deutschen Mannschaften“, sagt Tedesco, weshalb sein Team am Sonntag alles abrufen müsse. Im April 2017 hatten die Schalker noch 4:1 beim Werktsteam gewonnen, doch ganz so einfach dürfte es dieses Mal nicht werden. Damals lag Bayer einigermaßen am Boden. Unter dem neuen Trainer Heiko Herrlich ist Bayer allerdings wieder aufgeblüht und weiß insbesondere im Angriff zu glänzen. Mit Leon Bailey, Kevin Volland, Kai Havertz, Julian Brand und Karim Bellarabi verfügen die Leverkusen über eine exquisite Offensive. Weshalb es für Tedesco auch keinen Sinn macht, sich darauf zu beschränken, den bisher überragenden Bailey mit aller Macht aus dem Spiel nehmen zu wollen: „Dann hätten die anderen mehr Räume. Wir müssen es mannschaftstaktisch lösen.“

Bentaleb könnte wieder eine Option sein

Ob Nabil Bentaleb dabei wieder die Möglichkeit gegeben wird, mitzuhelfen, scheint einigermaßen unwahrscheinlich. Der zweifellos hoch veranlagte, aber auch sehr egozentrische Franko-Algerier war am vergangenen Wochenende beim 2:1-Sieg über Hoffenheim noch nicht einmal im Kader. Tedesco bleibt einigermaßen schmallippig, wenn er auf den 23-Jährigen angesprochen wird und sagt zu einer möglichen Rückkehr ins Team: „Er ist auf jeden Fall eine Option.“

Während Weston McKennie und Abdul Rahman Babba laut Tedesco weiterhin einen zu großen Trainingsrückstand aufweisen und noch nicht in Frage kommen würden, sieht es im Fall von Leon Goretzka offenbar ganz gut aus. Der Nationalspieler, der aufgrund von Fußschmerzen im Training in dieser Woche geschont wurde, sollte beim Freitagstraining wieder voll einsteigen.

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Quelle: wa.de

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