In Essener Bar erwischt

So hart bestrafte Schalke Amine Harit für verbotene "Corona-Party"

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Schalkes Amine Harit war Gast einer "verbotenen Party" in einer Essener Shisha-Bar.

Die Corona-Party, die Schalkes Amine Harit zuletzt feierte, blieb nicht ohne Konsequenzen. Der Verein brummte dem Marokkaner eine saftige Geldstrafe auf.

  • Schalkes Amine Harit wurde vor Kurzen auf einer verbotenen Corona-Party erwischt.
  • Sportvorstand Jochen Schneider hatte den Vorfall in Essen direkt bestätigt.
  • Der Verein bestrafte den Marokkaner für dieses Vergehen.

Update vom 31. März, 12.44 Uhr: Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider hat bestätigt, dass der Klub Amine Harit mit einer empfindlichen Geldstrafe belegt hat. "Ja, das stimmt. Aber es gibt jetzt wichtigere Themen als die Geldstrafe für den Jungen", sagte Schneider der Deutschen Presse-Agentur.

Als es in Nordrhein-Westfalen schon erhebliche Kontaktbeschränkungen gab, war der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler in einer Shisha-Bar in Essen gemeinsam mit zehn weiteren Personen nach dem damals gültigen Ladenschluss (18 Uhr) von der Polizei bei einer Corona-Party erwischt worden. Die herbeigerufenen Beamten hatten die unerlaubte Versammlung weit nach Mitternacht aufgelöst.

Update vom 31. März, 9.11 Uhr: Die "Corona-Party", die Schalkes Amine Harit vor etwas mehr als einer Woche in Essen gefeiert hatte, blieb offenbar doch nicht ohne Konsequenzen für den Marokkaner. Wie die Ruhr Nachrichten berichten, verdonnerten die Königsblauen den 22-Jährigen zu einer "saftigen Geldstrafe", wie das Blatt aus Vereinskreisen erfahren haben will. Dabei soll es sich um eine Summe handeln, die selbst einem Großverdiener weh tun soll.

Darüber hinaus soll Harit die Arbeit die Arbeit der Ultras Gelsenkirchen mit einer Spende unterstützen. Die Fan-Gruppierung packt in Zeiten der Coronavirus-Krise in Zusammenarbeit mit der vereinseigenen Stiftung "Schalke hilft" sogenannte Kumpel-Kisten und liefert diese an Menschen im Stadtgebiet aus, die sich in Quarantäne befinden.

Trotz Coronavirus: Schalkes Amine Harit feierte "verbotene Party"

Gelsenkirchen - In Zeiten der Coronavirus-Krise werden Menschen angehalten, zuhause zu bleiben und den Kontakt zu anderen Leuten möglichst zu reduzieren. Das trifft auch Sportler hart. Einer Profi des FC Schalke 04 hat dennoch eine verbotene Party gefeiert.

Amine Harit (22) war nach Informationen der Bild Donnerstagnacht gegen 1.30 Uhr in der Shisha-Bar "Buddy Bar" in Essen erwischt worden. Demnach hätten Anwohner hatten die Polizei darüber informiert, dass das Lokal die derzeitigen Corona-Vorschriften, die in NRW einen Ladenschluss ab 18 Uhr vorsehen, noch immer geöffnet sei.

Die Beamten trafen dort dem Bericht zufolge neben dem Bar-Personal zehn weitere Personen an - darunter auch Schalke-Star Harit. Der Verein bestätigte, dass der Marokkaner dort gewesen war.

Schalkes Sportvorstand Schneider verdeutlichte Hartit Ernst der Coronavirus-Lage

"Es stimmt, Amine war mit einem Bekannten dort, weil ihm zuhause die Decke auf den Kopf gefallen ist", sagte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider (49) der Bild. Weiter betonte er: "Es war ein Fehler, den hat er jetzt auch eingesehen. Ich habe ihm nochmal den Ernst der aktuellen Lage vor Augen geführt. In dieser schlimmen Krisen-Situation sind Dinge, die gestern noch normal waren, heute nicht mehr zu tolerieren. Amine tut es sehr leid, und es wird nicht wieder vorkommen."

Die Ironie dabei: Noch am Freitag veröffentlichte Schalke 04 via Twitter eine Video-Botschaft von Harit mit der Botschaft, die aktuelle Situation aufgrund der Coronavirus-Pandemie ernst zu nehmen und "die Anordnungen der Bundesregierung zu respektieren".

Coronavirus: Schalke verlängert Trainingspause

Wie Ernst die Lage ist, verdeutlichte auch eine weitere Entscheidung der Königsblauen. Denn Schalke 04 hatte am Freitag offiziell seine durch die Coronavirus-Krise verursachte Trainingspause verlängert. Die Profis werden nicht wie ursprünglich geplant am nächsten Montag, sondern erst ‪am kommenden Freitag‬ wieder zusammentreffen. Der Klub teilte mit, dass mit "dieser zweiwöchigen Teampause auch empfohlene Verhaltensmaßnahmen des Robert-Koch-Instituts" eingehalten werden.

"Unter diesen außergewöhnlichen und schwierigen Umständen für viele Menschen ist Fußball alles anderes als wichtig. Dennoch ist es unsere Pflicht, uns in unserem Beruf so professionell wie möglich zu verhalten", sagte Trainer David Wagner (48), dessen Team zuletzt am 13. März gemeinsam trainiert hatte.

mg/dpa

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Quelle: wa.de

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