Blau-weißer Jugendstil

Sané, Goretzka und Meyer entwickeln sich zu unwiderstehlichem Trio

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Gelsenkirchen - Für Horst Heldt war es am Ende auch eine Sache der Erfahrung, dass der FC Schalke 04 gegen den FC Bayern München zumindest einen Teilerfolg verpasst hatte. „Wir hatten Möglichkeiten zu Kontern, haben diese aber teilweise zu überhastet abgeschlossen“, sagte Schalkes Manager.

Heldt bezog sich mit dieser Aussage insbesondere auf eine Situation in der 36. Minute, als die Gastgeber beim Stande von 1:1 einen viel versprechenden Gegenzug über Leon Goretzka starteten. Doch der 19-Jährige verpasste in dieser Szene nicht nur nach Ansicht von Heldt „den entscheidenden Moment“, den Ball zu Leroy Sané zu passen. „Den hätte dann keiner mehr eingeholt“, meinte Heldt.

Doch von einer Standpauke war Schalkes Manager weit entfernt, ganz im Gegenteil: Der 45-Jährige lobte noch einmal ausdrücklich den blauweißen Nachwuchs, der am Samstag insbesondere im Spiel nach vorne die Akzente gesetzt hatte. Zwar wurde Leroy Sané von seinem bisher wohl stärkstem Gegenspieler, David Alaba, in seiner Sturm- und Drangphase etwas gebremst, doch zeigte er gemeinsam mit Max Meyer und Leon Goretzka erneut, was für ein Potenzial in ihm schlummert. Dass noch nicht alles perfekt läuft bei diesen drei Spielern, ist für Heldt kein Problem, zumal er der Auffassung ist: „Wenn 18-, 20-jährige Spieler schon fertig wären, dann würden sie nicht mehr für Schalke spielen.“

Wie lange sich die Schalker Fans noch an den Künsten ihrer Talente werden erfreuen können, wird abzuwarten sein. Während Sané mehr und mehr in den Fokus europäischer Topteams rückt und bei weiterhin so positiver Entwicklung für die Schalker nur schwer zu halten sein dürfte, besteht zumindest die Hoffnung, dass Meyer und Goretzka stabile Säulen der Schalker Mannschaft bilden. Der 19-jährige Meyer etabliert sich mehr und mehr zum Stammspieler und hat offenbar auch keine Probleme mehr damit, nicht auf seiner Wunschposition im zentralen Mittelfeld aufgeboten zu werden. Und der gleichaltrige Goretzka zeigt immer deutlicher, dass er einer der viel versprechendsten deutschen Mittelfeldspieler ist: Der Ex-Bochumer präsentiert sich auf dem Platz mittlerweile mit sehr großem Selbstbewusstsein und flößt seinen Gegenspielern durch sein extrem körperliches, aber bislang stets faires Zweikampfverhalten größten Respekt ein.

„Ich hoffe, dass die drei noch lange für Schalke spielen“, sagte Heldt. Zumindest im Nationaltrikot dürfte das Trio eine gemeinsame Zukunft haben. In der U 21 bilden sie bereits jetzt das Herzstück der Mannschaft, zuletzt zu sehen beim 4:2-Sieg über Österreich.

Quelle: wa.de

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