Vertrag bis 2018

Wechsel von Sam zu Schalke perfekt

+

[Update 15.30 Uhr] DOHA - Der FC Schalke hat es am Mittwochmorgen bestätigt: Der Wechsel von Nationalspieler Sidney Sam zum FC Schalke ist perfekt.

Von Jens Greinke

Horst Heldt schlenderte am Mittag recht heiter durch die riesengroße Lobby des Torch-Hotels in Doha. Nach all den schlechten Nachrichten der vergangenen Tage gab es aus Sicht des FC Schalke 04 endlich einmal eine frohe Kunde: Die Königsblauen haben das Tauziehen um Sidney Sam gewonnen, der fünffache deutsche Nationalspieler wechselt im Sommer von Bayer Leverkusen nach Gelsenkirchen.

„Wir haben in den vergangenen beiden Tagen bei den Vertragsverhandlungen den Durchbruch geschafft“, zeigte sich Heldt sichtbar erleichtert. Schalkes Manager hatte bereits im vergangenen Winter und im vergangenen Sommer versucht, den 26-Jährigen zu verpflichten. Doch die von Schalke vorgelegten Angebote wurden von Bayer Leverkusen jeweils abgelehnt. Nun wechselt der gebürtige Kieler im kommenden Sommer für die festgeschriebene Ablösesumme von 2,5 Millionen Euro – für einen aktuellen Nationalspieler ein echter Schnäppchenpreis. Teuer dürfte die Schalker allerdings das Gehalt des offensiven Mittelfeldspielers kommen: Dem Vernehmen nach steigt es von 1,2 Millionen Euro jährlich in Leverkusen auf über 3 Millionen auf Schalke an. Sam erhält einen Vierjahresvertrag.

„Sidney ist vielseitig einsetzbar, weshalb wir unsere Variabilität steigern werden“, sagt Heldt. Während Sam, dessen Vater aus Nigeria stammt, in Leverkusen meist den rechten Flügel beackerte, gilt er auf Schalke eher als Alternative hinter den Spitzen, als zweiter Angreifer oder auch als linker Außenangreifer. Bei den Königsblauen gilt der 29-jährige Jefferson Farfan seit Jahren auf der rechten Außenstürmer-Position als gesetzt. „Sidney kann in der Offensive jede Position einnehmen“, so Heldt. Der 44-Jährige hatte zunächst die Befürchtung, dass Sam seinen starken Leistungen im vergangenen Jahr in den Fokus von noch mehr Klubs gerät.

Die Verpflichtung des Angreifers ist laut Aussage des Managers kein Vorgriff auf einen möglichen Weggang von Julian Draxler, in dessen Vertrag eine Ausstiegsklausel von 45,5 Millionen Euro fixiert sein soll. „Wir hoffen nach wie vor, dass Julian bleibt. Aber es gibt Modalitäten, die wir nicht beeinflussen können“, so Heldt.

Ob die Schalker auch das aktuelle Transferfenster nutzen wollen, um sich nach den vielen verletzungsbedingten Ausfällen nochmal zu verstärken, ließ Heldt in Doha im Gespräch mit unserer Redaktion offen: „Ich schließe nie etwas aus. Das Transferfenster ist bis zum 31. Januar geöffnet. Aber hier im Trainingslager präsentieren sich viele Spieler gut, die ich nicht unbedingt auf der Rechnung hatte. Wie der zurückgekehrte Anthony Annan oder die Nachwuchsakteure, die wir hier im Kader haben.“ Viel hänge laut Heldt auch davon ab, in welcher Verfassung sich Defensiv-Spezialist Kyriakos Papadopoulos präsentieren werde, der nach über einjähriger Knie-Verletzung vor der Rückkehr in die Mannschaft steht. Der 21 Grieche selbst ist zuversichtlich: „Ich bin wieder da und in guter Form.“

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare