Vize-Kapitän im Interview

Platz eins? Stambouli: "Wir dürfen kein Limit haben"

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Benjamin Stambouli hat auf Schalke noch einen Vertrag bis 2020.

Schalkes Vize-Kapitän Benjamin Stambouli spricht im Interview über Reaktionen der Fans, seine Ziele für die neue Saison und seine Zukunft bei Königsblau.

Oelde/Gelsenkirchen – Einen Spieltag noch, dann kann Schalke 04 einen Haken hinter diese verkorkste Saison machen. Im Gespräch mit Marcel Guboff erklärt Vize-Kapitän Benjamin Stambouli, wie es bei der Mannschaft ankommt, dass die Fans trotzdem halbwegs versöhnlich sind. Außerdem spricht der 28-Jährige über Titel-Träume und seine Zukunft bei den Königsblauen.

Herr Stambouli, egal ob im Stadion oder auf Fan-Treffen: Die Anhänger empfangen Sie geradezu euphorisch – trotz dieser verkorksten Saison. Ist das ein gutes Gefühl für die Mannschaft?

Benjamin Stambouli: Ich finde es unglaublich, dass sie uns fast schon wie Könige empfangen. Beim Fanclub-Treffen waren auch alle sehr freundlich. Das zeigt, was Schalke ausmacht: Das ist eine Familie. Wir hatten keine gute Saison, aber wir gehen zusammen durch diese schwere Zeit. Es ist für mich eine Ehre, solche Fans zu haben.

Sie haben dort auch gesagt: Schalke will nach diesem schlechten Jahr wieder angreifen, vielleicht wieder Zweiter werden oder sogar Erster. War das bloß für die Stimmung oder durchaus ernst gemeint?

Stambouli: Wir dürfen kein Limit haben. Ich war Meister mit Montpellier, einem kleinen Verein in Frankreich. Alles ist möglich, wenn du daran glaubst. Ich mag es nicht, wenn die Saison noch gar nicht angefangen hat und du sagst: ‚Bayern wird Meister.‘ Nein, du weißt nicht, was passiert. Vor einem Jahr sind wir auch Zweiter geworden. Wichtig ist: Wir müssen aus dieser Saison lernen und dürfen die gleichen Fehler nicht noch einmal machen.

Es kommt ein neuer Trainer, in der Mannschaft soll sich etwas tun: schon wieder ein Umbruch also auf Schalke. Macht es das schwieriger, oder ist es sogar eine Chance?

Stambouli: Für jeden Spieler ist es eine neue Chance. Für mich ist es genauso: Ich versuche wie immer, alles zu geben. Dann muss der Coach entscheiden.

Gab es schon Kontakt zwischen Ihnen als Vize-Kapitän und dem neuen Coach David Wagner?

Stambouli: Nein, ich konzentriere mich voll und ganz auf das letzte Spiel gegen Stuttgart.

Sie sind einem Fan mit blauen Haaren begegnet. Es war ein Wett-Einsatz nach dem gewonnenen Revierderby. Würden Sie so etwas auch einmal machen?

Stambouli (lacht): Er hat es mir auch gesagt. Aber danach müsste ich sie abschneiden. Das möchte ich nicht. Aber es war geil, dass er das gemacht hat.

Die Fans wünschen sich, dass Sie ihrem 2020 auslaufenden Vertrag verlängern. Sie auch?

Stambouli: Ich habe noch nicht mit dem Verein gesprochen, ich habe noch ein Jahr Vertrag. Ich bin Schalker. Schalke ist sehr wichtig für mich. Wenn diese Situation kommt, bin ich froh. Wir werden sehen, was passiert.

Sie sind am Ende mit Sprechchören vom Fan-Treffen verabschiedet worden, als würden Sie schon ewig für Königsblau spielen. Was löst so etwas in Ihnen aus?

Stambouli: Das ist ein Moment, in dem du denkst: Ich habe nicht für nichts gearbeitet. Es ist ein Weg von ihnen, etwas zurückzugeben, wenn man immer alles gibt. Solche Momente werde ich nie vergessen. Aber die Atmosphäre auf Schalke ist ja immer sehr freundlich. Wir wir reden hier immer von Mensch zu Mensch, auf Augenhöhe. Es ist unangenehm, wenn sie mit dir sprechen, als wärst du etwas Besseres. Das führt dazu, dass ich mich gut fühle mit diesen Fans.

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Quelle: wa.de

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