Profi-Debüt direkt in der Champions League

Für Goller ging ein Traum in Erfüllung

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Benjamin Goller (rechts) feierte sein Pflichtspiel-Debüt für Schalkes Profis in der Champions League - und traf dabei auf den langjährigen Knappen Benedikt Höwedes.

Schalkes Trainer Domenico Tedesco nutzte das Champions-League-Spiel gegen Moskau auf dafür, um Lösungen für die personell dezimierte Offensive zu finden. Eine hieß Benjamin Goller.

Gelsenkirchen - Auch noch lange nach dem Abpfiff strahlte Benjamin Goller noch über das ganze Gesicht. Schließlich war es ein aufregender, emotionaler und auch freudiger Abend für den 19-Jährigen. Er hatte soeben sein Profi-Debüt in einem Pflichtspiel für Schalke 04 gegeben. Und dann auch noch direkt in der Champions League, der größten europäischen Fußball-Bühne.

"Davon träumt jedes Kind und ich habe es erleben dürfen", sagte Goller strahlend mit seinem Trikot in der Hand, das er als Andenken so schnell nicht hergeben wird: "Es war ein Riesenerlebnis."

In dem Moment, als in der Gelsenkirchener Arena die Hymne der Königsklasse ertönt war, hieß es für ihn einfach nur: "Augen zu, Gänsehaut und genießen."

Im Training angedeutet

Lange vorbereiten konnte er sich darauf offenbar nicht. Goller berichtete, dass er erst rund eine Stunde vor den Anpfiff von Cheftrainer Domenico Tedesco erfahren, dass er in der Startelf stehen würde.

Er sagte allerdings auch: "Es hat sich ein bisschen im Training am Montag angedeutet, aber ich hätte nie damit gerechnet, dass ich dann wirklich anfange."

Last-Minute-Sieg bei Höwedes-Rückkehr: Schalke 1:0 gegen Lok Moskau

Doch er tat es. Und er machte es in den 59 Minuten, in denen er auf dem Platz stand, mehr als ordentlich. Er spielte mutig. Unbekümmert. Ohne Rücksicht auf Verluste. Als er zwei Gegenspieler bei einem Sprint hinter sich gelassen und anschließend die erste Schalker Ecke herausgeholt hatte, erntete er Szenen-Applaus. Dass hier und da mal ein Laufweg nicht gepasst hatte, war aufgrund dieses besonderen Abends wohl zu verkraften.

Tedesco sprach Goller Mut zu

"Der Trainer und die Mannschaftskameraden haben mit auf den Weg gegeben, dass ich mutig sein und keine Angst vor Fehlern haben soll. Die anderen würden das wieder gut machen", erklärte Offensivspieler Goller, der sonst in der Schalker U19 aufläuft: "Das habe ich auch der Mannschaft zu verdanken, dass sie mir dieses Selbstvertrauen gegeben hat."

Goller hätte sicher nichts dagegen, künftig öfters Profi-Luft zu schnuppern. Schließlich trainierte er schon öfters "oben" mit. Ob Tedesco ihn aufgrund der Personal-Not im Angriff jetzt öfters auflaufen lässt, wusste Goller noch nicht: "Das entscheidet der Trainer. Ich werde natürlich weiterhin mein Bestes geben."

Duelle mit Höwedes

Dafür, sich weiterhin mit den ganz Großen messen zu dürfen. Wie etwa gegen Benedikt Höwedes. Im Duell traf Goller, 19, das eine oder andere Mal direkt auf den langjährigen Schalker Höwedes, 30.

"Man hat gemerkt, dass er ein guter Verteidiger ist", sagte Goller über den langjährigen Schalker Kapitän, der 16 Jahre lang das königsblaue Trikot trug: "Man hat immer zu ihn hoch geschaut, er kam ja auch aus der Knappenschmiede."

So wie Goller, der wohl zu gern einen ähnlichen Weg einschlagen würde.

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Quelle: wa.de

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