Punkte, Rasen, Choreo: Schalke feiert sich gegen Hannover selbst

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Ganz schön laut: Leroy Sané feiert mit den Schalker Fans.

Gelsenkirchen - Als Horst Heldt am Freitagabend noch einmal auf diesen schmierigen Untergrund in der Schalker Arena angesprochen wurde, erweckte er den Eindruck, als würde er am liebsten sofort ein paar hundert Bio-Abfall-Tonnen neben dem Stadion aufstellen wollen, um diesen vermaledeiten Rasen höchstpersönlich zu entsorgen.

„Der kommt jetzt weg“, bestimmte der Schalker Manager. Bereits im nächsten und letzten Hinrunden-Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim soll ein neues, besserer Geläuf verlegt sein, was nach Ansicht der Verantwortlichen auch dem Schalker Spiel gut tun würde.

„Angesichts der Platzverhältnisse“, meinte Trainer André Breitenreiter nach dem 3:1-Erfolg über Hannover, habe seine Mannschaft zwar klar „dominiert“. Doch dass ein neuer Untergrund unbedingt notwendig ist, zeigten erneut die vielen Ausrutscher und Ballverluste der Spieler, die teilweise wie auf Gleitschuhen über den Rasen rutschten.

Vor allem Leroy Sané bekam des öfteren seine PS nicht auf die Straße, auch wenn ihm mal wieder ein paar für Schalker Verhältnisse schier unglaubliche Einzelaktionen glückten.

Wieder einer der stärksten Schalker

Sané entwickelt sich mehr und mehr zur größten Attraktion am Berger Feld, es mehren sich die Stimmen, dass es in den vergangenen 20 Jahren keinen besseren Spieler in Königsblau gegeben habe. Ein Tor glückte dem 19-Jährigen am Freitag zwar nicht, doch war er erneut einer der stärksten Schalker.

Nach einer recht zähen ersten Halbzeit hatte Johannes Geis in der 51. Minute den Bann gebrochen, als er einen Foulelfmeter resolut in die Maschen drosch und damit die Schalker Fehlschuss-Serie vom Kreidepunkt beendet hatte.

Huntelaar und Di Santo treffen wieder

Ebenfalls vorbei scheint die Tor-Krise bei den Schalker Stürmern Klaas-Jan Huntelaar und Franco Di Santo, die gegen Hannover beide trafen (73. und 82.). „Es war wichtig, dass sie wieder ein Tor gemacht haben“, sagte Heldt: „Denn wenn es den Stürmern nicht gut geht, dann geht es der ganzen Mannschaft nicht gut.“

Die Hannoveraner hingegen waren offensiv zu schwach, um aus Gelsenkirchen etwas mitzunehmen. Immerhin gelang ihnen durch Allan Saint-Maximin der schönste Treffer, als der Franzose aus 18 Metern abzog und Ralf Fährmann keine Chance ließ (81.).

Siege von Hertha und Gladbach als Dämpfer

So gingen die Blauweißen gut gelaunt ins Wochenende, zudem sie in aller Ruhe auf dem TV-Sofa verfolgen konnten, wie sich die Konkurrenz schlägt. Es war eine ungewohnte, aber angenehme Situation für die Spieler, die in dieser Saison wegen der Teilnahme an der Europa League sehr oft sonntags antreten mussten.

Die Siege von Hertha und vor allem von Mönchengladbach dürften dann allerdings doch wieder ein wenig aufs Gemüt geschlagen haben.

Choreo verbreitet Gänsehaut-Stimmung

Am Freitagabend hatten die Profis allerdings noch ausgiebig mit den Fans gefeiert. Diese hatten vor dem Anpfiff die bislang aufwändigste Choreographie gezeigt, die André Breitenreiter „in Gänsehaut-Stimmung“ versetzt hatte.

So war am Ende alles wieder einigermaßen gut bei den Schalkern, die sich auch tabellarisch wieder den angepeilten Zielen annäherten. Und wenn jetzt noch der neue Rasen kommt, dann dürfte das fast ein Gefühl wie an Weihnachten sein.

Quelle: wa.de

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