Achtelfinale im DFB-Pokal

Schalke-Trainer Keller: "Bislang zu viele Gegentore" 

GELSENKIRCHEN - Wenn der FC Schalke 04 am Dienstag (20.30 Uhr/Sky) die TSG 1899 Hoffenheim im Achtelfinale des DFB-Pokals empfängt, wäre ein 0:0 so verwunderlich wie eine blitzartige Wunderheilung von Kevin-Prince Boatengs linkem Knie.

Von Jens Greinke

Insbesondere die Hoffenheimer haben in Sachen Torverhältnis in dieser Saison die Tür zu einer neuen Dimension aufgestoßen: Während der ersten 14 Bundesliga-Spiele erzielte der Leib- und Magenklub von Milliardär Dieter Hopp 32 Tore, kassierte im Gegenzug allerdings auch 34. Vorläufiger Höhepunkt der Treffer-Flut war das 4:4-Remis am vergangenen Wochenende gegen den SV Werder Bremen. So ein 4:4 wäre ein Ergebnis, das Schalke-Trainer Jens Keller „gar nicht witzig“ fände. Nicht nur, weil sich seine derzeit personell arg gebeutelte Mannschaft dann auch noch in eine Verlängerung schleppen müsste. Sondern auch, weil „auch wir bislang zu viele Gegentore bekommen haben“, sagt Keller mit dem Hinweis auf das Torverhältnis seiner Mannschaft, das in der Meisterschaft aktuell bei 29:26 liegt. Keller wird seinem Team deshalb erneut auf den Weg geben, „konsequent gegen den Ball zu arbeiten“, um so den befürchteten Angriffsschwung der Kraichgauer einzudämmen. „Und vorne haben wir so viel Qualität, dass wir immer für ein Tor gut sind“, sagt Keller. Auch Schalkes Manager Horst Heldt würde angesichts „der intensiven Wochen, die vor uns stehen“, liebend gerne auf eine Verlängerung verzichten. Der Dezember könnte für die Blauweißen tatsächlich ein wegweisender Monat werden. Nach dem Pokalspiel gegen Hoffenheim steht am kommenden Samstag das Duell gegen den direkten Tabellen-Konkurrenten Borussia Mönchengladbach an, ehe am Dienstag darauf der FC Basel zum „Endspiel“ um den Einzug in die K.o.-Runde der Champions League nach Gelsenkirchen kommt. Der Einstieg in die „Wochen der Wahrheit“ ist am Samstag durch den 3:0-Erfolg über den VfB Stuttgart gut verlaufen, sowohl Heldt als auch Keller hoffen, „dass die Mannschaft gegen Hoffenheim eine ähnliche Leistung abruft“.

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Im Tor wird erneut Ralf Fährmann stehen, es wird das dritte Pflichtspiel in Folge für den 25-Jährigen, der den an einer Hüftprellung laborierenden Timo Hildebrand vertritt. Und es ist gut möglich, dass daraus eine Dauerlösung werden kann. „Ralf hat zuletzt einen ruhigen und stabilen Eindruck hinterlassen“, sagt Heldt, der aus seiner eigenen Erfahrung als Fußball-Profi weiß, dass es in diesem Geschäft selten Platz für romantische Gefühle gibt. „Es ist grundsätzlich so im Leistungssport, dass du damit rechnen musst, einem anderen Platz zu machen“, sagt Heldt. Schalkes Manager geht davon aus, dass der Trainerstab nach der Partie gegen Hoffenheim „eine Entscheidung für die nahe Zukunft treffen wird“. Sprich: Sich auf einen der beiden Keeper festzulegen.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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