Draxler verletzt raus

3:3! Schalke fährt Achterbahn zum Saisonstart

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GELSENKIRCHEN Der FC Schalke 04 bleibt auch in der neuen Saison für seine Anhänger so beruhigend wie ein vierfacher Espresso: Im Nerven aufreibenden und wendungsreichen Auftaktspiel der Königsblauen gegen den Hamburger SV stand es nach 90 Minuten 3:3 (2:2) – für die Gastgeber letztlich zu wenig, auch wenn sie zwei Mal einen Rückstand aufgeholt hatten.

Von Jens Greinke

„Wir sind nicht zufrieden, wir wollten gewinnen“, klagte Schalkes Doppel-Torschütze Klaas-Jan Huntelaar nach dem Schlusspfiff: „Normalerweise müssen wir zu Hause gewinnen, aber das Remis war das Maximum heute.“ Nur 84 Sekunden nach Anpfiff hatten die Schalker Fans in der ausverkauften Arena einen vermeintlich betörenden Start in die neue Saison erlebt. Zwei Traumpässe von Christian Fuchs und Julian Draxler sorgten dafür, dass Huntelaar allein auf HSV-Keeper Rene Adler zulief. Der Niederländer ließ dem Nationalkeeper aus gut 20 Metern mit einem trockenen Schuss ins linke Eck keine Chance.

 Doch es war ein trügerischer Traumstart, schon bald danach schlugen den Schalkern gleich einige Dinge aufs Gemüt. Da war zunächst ein unglückliches Handspiel von Joel Matip in der 11. Minute, das Schiedsrichter Manuel Gräfe mit einem berechtigten Elfmeter ahndete. Rafael van der Vaart ging zum Punkt und glich zum 1:1 aus (12.). Kurz darauf verletzte sich Julian Draxler. Der Schalker Jungstar ließ sich ab der 15. Minute noch zwei Mal an der Seitenauslinie an der linken Achilles-Sehne behandeln, ehe er endgültig um seine Auswechslung bat. Für ihn kam Neuzugang Leon Goretzka ins Spiel.

Nur wenige Sekunden später folgte der nächste Nackenschlag für Königsblau: Maxi Beister köpfte eine Maßflanke von Dennis Diekmeier unter die Latte. Der Ball sprang zwar vor der Torlinie auf, doch vom Arm von Schalke-Keeper Timo Hildebrand ins Tor (23.). Vier Minuten danach wäre fast das dritte Tor für den HSV gefallen, als Milan Badelj wie einst Uwe Seeler den Ball mit dem Hinterkopf in Richtung Tor köpfte, aber nur die Latte traf. Die Schalker machten in dieser Phase einen geradezu hilflosen Eindruck.

 Ein Standard in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit sorgte schließlich doch noch für den Ausgleich: Eine wuchtige Flanke von Christian Fuchs köpfte Huntelaar zum 2:2 ins Netz.

Vielleicht wäre die Partie in Richtung der Gastgeber gekippt, wenn Schalkes Neuzugang Christian Clemens nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff bei seinem Schuss aus gut 22 Metern etwas besser gezielt hätte. So aber glückte nur kurz darauf den Hamburger (48.) die erneute Führung. Zunächst konnte Hildebrand gegen Beister noch zu Ecke abwehren, nachdem der HSV-Angreifer Benedikt Höwedes hatte stehen lassen.

 Den Eckstoß durch van der Vaart platzierte dann Lasse Sobiech exakt im Schalker Torwinkel. Doch das Team von Trainer Jens Keller gab sich nicht geschlagen. Nachdem Adler zwei Mal gegen Jefferson Farfan (65.) und den eingewechselten Adam Szalai (68.) retten konnte, unterlief im kurz darauf ein entscheidender Patzer: Einen Schuss von Clemens ließ der HSV-Torwart nach vorne abprallen. Szalai war reaktionsschnell zur Stelle und glich zum 3:3 aus. „Den muss ich einfach festhalten, das war schlecht“, war Adler selbstkritisch. Am Ende waren die Gastgeber dem Erfolg näher, doch vergab allein Matip in den Schlussminuten zwei Mal aus aussichtsreicher Position.

Quelle: wa.de

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