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Zwei Score-Punkte fehlen der Riege von Uwe Hütz zum Titelhattrick

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Von: Thomas Machatzke

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Pauschenpferd Kierspe Paderborn Oberliga Steinig
Starke Leistung und ein Score-Punkt am Pauschenpferd: Miguel Steinig. © Thomas Machatzke

Am Ende fehlten dem TSV Kierspe zwei Score-Punkte zur Titelverteidigung: 26:27 unterlag die Riege von Trainer Uwe Hütz am Samstagnachmittag im Finalwettkampf der Turn-Oberliga der SG Paderborn. Die durfte den Meisterpokal, der während des Wettkampfes gut sichtbar hoch über den Geräten in der Halle am Büscherweg gethront hatte, mitnehmen die Bistumsstadt.

Kierspe – 2018 und 2019 hatte der TSV Kierspe den Meistertitel in der Oberliga gewonnen, 2020 und 2021 hatte es pandemiebedingt gar keine Saison gegeben. Nun eine Saison mit nur vier Mannschaften, wobei der Terminplan klug gewählt war: Kierspe und Paderborn waren die dominierenden Teams der Liga, hatten ihre Wettkämpfe gegen Mettingen und Bochum klar gewonnen.

So war es ein echtes Finale, in das die Gäste mit einem kleinen Vorteil gingen. Da sie ihre Wettkämpfe deutlicher für sich entschieden hatten, reichte ihnen bereits ein Unentschieden zum Titelgewinn. Aber auch wenn im Vorfeld mit einem knappen Wettkampf gerechnet worden war – dass es so knapp werden würde, das hatte dann doch niemand auf dem Zettel gehabt.

„Wir hatten die bekannten Personalprobleme bei unseren Leistungsträgern, aber bei der SG fehlten auch zwei Turner. Die Voraussetzungen waren für beide Seiten in etwa gleich. Am Ende geht das Ergebnis dann auch so in Ordnung“, stellte der Kiersper Trainer fest, wollte nicht nachkarten, „es war ein richtig guter Wettkampf mit vielen sehenswerten Übungen und relativ wenig Fehlern.“

Zwei Score-Punkte fehlen der Riege von Uwe Hütz zum Titelhattrick

Gut, aber eben nicht perfekt. Auf diesen Nenner ließ sich das Geschehen bringen. Hütz vermied es tunlichst, bei zwei fehlenden Score-Punkten die Übungen zu durchforsten auf der Suche, wo diese beiden Punkte zu holen gewesen wären. Tobias Langwald patzte zum Auftakt bei seiner Bodenübung, Torben Wülfrath, der krank gewesen war unter der Woche, fehlte am Pauschenpferd ein wenig die Kraft. Sam Scholz und Jendrik Lange haderten hier und da mit den Punkten, die sie für gute Vorträge erhielten. Zwei Punkte zum erhofften knappen Sieg wären gewiss drin gewesen, aber am Ende kam es anders.

Hütz stellte das Positive heraus – neben dem tollen Rahmen mit zahlreichen Zuschauern und einer geschlossenen Mannschaftsleistung vor allem den Fünfkampf von Kevin Meisel. Der Senior der Riege brachte zum Saisonhöhepunkt eine Topleistung, inklusive eines erstmals gezeigten gestreckten Tsukahara mit halber Drehung beim Sprung. Es waren überhaupt viele gute Vorträge dabei, aber beim Gast aus Paderborn nicht minder, für den Sebastian Reller (7), Marc Lemperle (7) und Thore Pieper (5) 19 der 27 Score-Punkte holten. Beim TSV waren Jendrik Lange (7) und Kevin Meisel (5) die besten Scorer, wobei die Score-Werte keine rechte Aussagekraft besitzen, zeigen sie doch nur die Leistung im Verhältnis zum jeweiligen Zweikampf-Gegner.

Sei’s drum: Unterm Strich ging der Paderborner Sieg auch mit Blick auf die Gerätepunkte in Ordnung (4:8). Der TSV behielt nur zum Auftakt am Boden und zum Abschluss am Reck die Oberhand. Die anderen vier Geräte gingen an die Paderborner. „Das wäre ein Novum gewesen, dass wir einen Wettkampf am Ende am Reck drehen“, stellte Uwe Hütz mit einem Schmunzeln fest. Viel fehlte nicht dazu. Nur zwei Pünktchen auf der Score-Karte zum Titelhattrick der Kiersper. Ein Finale, das lange in Erinnerung bleiben wird.

TSV Kierspe - SG Paderborn 26:27 (Gerätepunkte 4:8)

Boden (3:4): Alexander Fischer 12,55 (3:0), Kevin Meisel 12,10 (0:0), Tobias Langwald 11,45 (0:1), Miguel Steinig 11,35 (0:3)

Pauschenpferd (8:4): Torben Wülfrath 6,80 (0:4), Jendrik Lange 11,90 (4:0), Miguel Steinig 10,95 (1:0), Sam Scholz 11,55 (3:0)

Ringe (3:5): Julian Ulbrich 11,40 (2:0), Miguel Steinig 11,60 (1:0), Kevin Meisel 12,20 (0:3), André Bienlein 10,80 (0:2)

Sprung (2:8): Tobias Langwald 11,15 (0:2), Sam Scholz 10,55 (0:2), Kevin Meisel 12,80 (2:0), Alexander Fischer 11,15 (0:4)

Barren (1:4): André Bienlein 12,10 (1:0), Kevin Meisel 12,20 (0:2), Konrad Brandts 10,00 (0:2), Miguel Steinig 12,20 (0:0)

Reck (9:2): Tobias Langwald 10,65 (0:2), Jendrik Lange 11,75 (3:0), Kevin Meisel 12,00 (3:0), André Bienlein 11,45 (3:0)

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