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Zum großen Coup fehlen den jungen U13-Auswahlkickern nur Kleinigkeiten

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Von: Thomas Machatzke

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Fußballkreise Iserlohn Lüdenscheid U13 Auswahl
Die U13-Auswahl der Fußballkreise Lüdenscheid und Iserlohn belegte bei der Endrunde der Westfalenmeisterschaft in Kaiserau nach starken Leistungen Platz vier. © Fußballkreis

Die gemeinsame U13-Auswahl der Fußballkreise Lüdenscheid und Iserlohn belegte am Wochenende bei der Endrunde der Westfalenmeisterschaft ungeschlagen den vierten Platz.

Kaiserau – Ein bisschen hatte Trainer Mimi Dinter davon geträumt, in diesem Jahr mit diesem Team um die Westfalenmeisterschaft der Stützpunkte mitspielen zu können. Doch am Ende ging der Turniersieg in der Sportschule Kaiserau nach zwei Tagen des Leistungsvergleichs der acht besten Stützpunkte der Altersklasse U13 nach Münster. Das Team aus Münster setzte sich vor den Stützpunkten Unna/Hamm und Detmold durch. Dem Team aus den Kreisen Lüdenscheid und Iserlohn blieb – obwohl in allen Spielen ungeschlagen – nur der vierte Platz.

Zumindest Rang zwei hätte es sein können, wenn nicht gar müssen. Im nach dem Hammes-Modell (siehe Info-Kasten) ausgetragenen Turnier traf das Stützpunktteam aus dem Märkischen Kreis direkt auf die Kicker aus Münster, die in der Vorrunde die Kreise Bochum und Dortmund ausgeschaltet hatten und mithin Favorit der Endrunde waren.

Doch das Team von Mimi Dinter und Sven Bergmann hielt toll dagegen, ging durch den Grünenbaumer Elias Begerau in Führung und verteidigte diese bis in die 50. und letzte Minute. Dann fiel der unglückliche Treffer zum 1:1-Ausgleich.

Zum großen Coup fehlen den jungen U13-Auswahlkickern nur Kleinigkeiten

Für Münster sollte dieses 1:1 der einzige Makel an beiden Turniertagen bleiben. Das Team aus Lüdenscheid und Iserlohn zeigte sich nach dem späten Gegentor beeindruckt und geriet gegen den Kreis Steinfurt in der 2. Runde 0:3 in Rückstand. Der Mendener Maximilian Rosier schoss noch vor der Pause das 1:3. Dann gelang Dinter und Bergmann ein Glücksgriff: Sie beorderten Innenverteidiger Davis Okojie – Grünenbaumer in Diensten des TSC Eintracht Dortmund – in den Sturm. Und tatsächlich schoss Okojie die drei Treffer zum 4:3-Erfolg gegen das Steinfurter Team.

Damit waren die Märker weiter im Rennen – Münster allerdings hatte 6:0 gegen Recklinghausen gewonnen und damit Druck gemacht, was die Tordifferenz anging. Im letzten Turnierspiel gingen die MK-Kicker damit ungehemmt auf Torejagd, führten gegen Ahaus/Coesfeld nach Treffern des Werdohlers Anis Zejnullahu und des Mendeners Maximilian Rosier früh 2:0. Doch nach 20 Minuten wurde Zejnullahu des Feldes verwiesen. Eine umstrittene Entscheidung, wie Dinter anmerkte.

In Unterzahl kassierte das Team noch den 2:2-Ausgleich. Mit einem 2:1-Erfolg wäre es noch mit sieben Punkten auf den zweiten Platz geklettert, so aber blieb am Ende „nur“ der vierte Platz. Dinter war trotzdem stolz aufs Team, das gegen die besten U13-Kicker Westfalens sehr gut mitgehalten und dem Turniersieger Münster sogar einen Punkt abgeknöpft hatte.

Der Kader der Auswahl in der Übersicht

Stützpunkt Iserlohn/Lüdenscheid: Davis Osahuwese Okojie, Ilyas Akarous (beide Eintracht Dortmund), Marlin Schulte, Anis Zejnullahu, Ante Visic (alle FC Iserlohn), Elias Justinus Begerau (TuS Grünenbaum), Keanu Conrad, Paul Freier, Maximillian Rosier (alle BSV Menden), Max Justus, Tristan Dwining (beide RW Lüdenscheid), Valerio Lestingi, Loen Aliga (beide Hombrucher SV) – Trainer Michael Dinter (Lüdenscheid) und Sven Bergmann (Iserlohn)

Turniersysteme: Das Hammes-Modell

Ewald Hammes, früherer Profi bei der SG Wattenscheid 09 und danach Verbandssportlehrer beim Fußballverband Rheinland, ist der Begründer des sogenannten Hammes-Modells. Bei diesem Turniermodus wird in Runden gespielt – und die Spielpaarungen der jeweils nächsten Runde ergeben sich immer aus der aktuellen Tabellensituation. Ziel dieses Systems ist es, immer möglichst gleichstarke Teams als Gegner zu haben. Wie sonst auch gibt es drei Punkte für einen Sieg und einen Punkt für ein Unentschieden. Die 1. Runde wird im Losverfahren ermittelt. So treffen am letzten Spieltag die beiden bestplatzierten Teams der Tabelle aufeinander und spielen zumeist den Turniersieg unter sich aus, wobei natürlich im Falle eines Unentschiedens auch noch Konkurrenten von hinteren Plätzen nach vorne vorbeiziehen können. Das System wird in der Förderarbeit des DFB und auch seiner Landesverbände inzwischen sehr gerne für Leistungsvergleiche genutzt.

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