Zukunftspläne nach DM-Erfolg

Perfekte Haltung auf ihrem Pferd Dragoner: Jolina Ossenberg-Engels überzeugte bei den Deutschen Jugendmeisterschaften vor den Toren Berlins und belegte in der Gesamtwertung den zwölften Rang. Foto: privat

Altena – Ihr Ziel war es, unter die besten 25 zu kommen. Doch Jolina Ossenberg-Engels schaffte mehr. Die 18-jährige Voltigiererin des Reitvereins Altena belegte am vergangenen Wochenende einen überraschenden zwölften Platz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin. Platz um Platz kämpfte sie sich in den vier Durchgängen nach vorn.

„Ich bin super zufrieden. Alle Durchgänge waren sauber. Natürlich, irgendetwas geht immer besser. Aber ich bin glücklich“, sagt Ossenberg-Engels. Nach dem ersten Pflichtdurchgang am Freitagmorgen lag die junge Voltigiererin noch auf Rang 17, konnte aber mit einer starken Kür bereits zwei Plätze gut machen. „In der Kür hatten einige Probleme. Zudem waren deutlich mehr Zuschauer in der Halle, mit der Atmosphäre hatten einige Pferde Probleme“, erklärt Ossenberg-Engles. Bei der Altenaerin hingegen lief alles nach Plan und auch ihr vierbeiniger Partner Dragoner ließ sich nicht aus dem Konzept bringen.

Stark war der Pflichtauftritt am Samstag. Insbesondere in der technisch anspruchsvollen Schere konnte die Altenaerin Punkte sammeln. Eine noch bessere Kür am Sonntagvormittag verschaffte der 18-Jährigen am Ende Rang zwölf. Für die Gymnasiastin war die Deutsche Jugendmeisterschaft der krönende Abschluss einer erfolgreichen Saison. „Ich habe wirklich alle meine Ziele erreicht“, erklärt sie. Und das trotz der hohen Belastung. Denn Ossenberg-Engels startete in diesem Jahr nicht nur in der Einzelkonkurrenz, sondern auch mit der Mannschaft und natürlich im Doppel. Auf jedem nationalen Championat war sie vertreten. Gewann mit ihrem Partner Timo Gerdes den Westfälischen Doppelpokal, belegte mit ihm bei der Deutschen Meisterschaft den vierten Platz. Im Einzel sicherte sie sich den Vizemeistertitel der westfälischen Junioren.

„Im kommenden Jahr muss ich im Seniorenbereich antreten. Zudem mache ich mein Abitur. Ich werde mich vor allem auf das Doppel und die Mannschaft konzentrieren“, sagt die Voltigiererin. So wolle sie zwar weiterhin Einzel trainieren, aber vermutlich im kommenden Jahr keine Qualifikationen für Meisterschaften in Angriff nehmen. „Ich will erst einmal im Seniorenbereich ankommen. Zudem sind Timo und ich im Bundeskader der Doppelvoltigierer. Das ist eine große Herausforderung, die ebenfalls tägliches Training erfordert. Und alles geht eben nicht.“ Denn neben Abitur und Voltigieren reitet die junge Dahlerin auch noch erfolgreich – gewann beispielsweise noch vor eineinhalb Wochen den Kreismeistertitel im Springreiten. „Voltigieren ist extrem zeitaufwendig. Mehrere Stunden täglich werden trainiert. Die Turniere auf diesem Niveau sind auch nicht gerade um die Ecke“, erklärt Ossenberg-Engels. Eine Fokussierung auf die stärkste Disziplin sei die logische Konsequenz. „Wir haben uns für das kommende Jahr viel vorgenommen. Da stecke ich im Einzel gerne zurück.“ Einen Einzelstart hat sie dieses Jahr noch geplant – und zwar auf dem vereinseigenen Turnier, das am 1. und 2. November auf der Reitanlage Döller-Ossenberg-Engels in Neuenrade-Küntrop stattfinden wird.

Von Lydia Machelett

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare