Extremsport

Erlebnis sticht Ergebnis an der Zugspitze

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Christian Maul vor eindrucksvoller Schneekulisse...

Neuenrade – Als Christian Maul bei seiner zweiten Teilnahme beim „Zugspitz Ultratrail“ nach 9:10 Stunden als 130. der Gesamtwertung ins Ziel kam, da hatte er ein Erlebnis der besonderen Art hinter sich. Ein Erlebnis, das er anders geplant hatte, das aber nichtsdestotrotz oder gerade deshalb ein faszinierendes gewesen war.

Der Triathlet aus Neuenrade hatte den Extrem-Berglauf im vergangenen Jahr erstmals in Angriff genommen. Seinerzeit noch über die 40-Kilometer-Distanz, war als Siebter ins Ziel gekommen. Vor allem allerdings hatten den vielseitigen Ausdauerspezialisten die Art des Wettkampfes, die Landschaft, diese ganz besondere Herausforderung gepackt. Deshalb hatte sich Maul entschieden, diesmal den Supertrail anzugehen. Die Supertrail-Distanz mit 63,6 Kilometern und 2965 Höhenmetern verlangt den Teilnehmern einiges ab. 

Los ging es in Leutasch-Weidach, und los ging es für Maul mit einem klaren Ziel: ein Platz unter den ersten 20 sollte es sein. Weil die Organisatoren aufgrund von drohenden starken Gewittern die noch längeren Distanzen absagten, tummelten sich rund 2000 Starter auf dem Supertrail. Für Christian Maul lief es zunächst gut. Bis Kilometer 19 lag er wir erhofft in den „Top 20“. Dann passierte das Malheur. 

„Auf einem völlig unspektakulären Flachstück bin ich gestürzt, habe mir dabei Stock und Trinkflasche in den rechten Rippenbereich gerammt und mir beim Aufprall mit der linken Hand auf einen Stein ein Cut zugezogen“, berichtet Maul. Der Sauerländer rappelte sich auf, aber an tiefes Einatmen war aufgrund der Rippenprellung nicht mehr zu denken, ein Stockeinsatz links war auch nicht mehr möglich. 

„Ich habe dann den Wettkampfmodus ausgeschaltet“, sagt Maul, „aufgeben wollte ich nicht, ich habe so lange von diesem Wettkampf geträumt.“ Maul machte aus der Not eine Tugend, genoss die Land, das Panorama. „Es war einfach faszinierend“, sagt er, vielleicht hatte er sogar für diese Faszination noch mehr Muße, weil er nicht mehr so extrem auf die Zeit und eine Platzierung schaute. Am Ende war der 130. Platz trotzdem aller Ehren wert. 

Maul schaute trotz des Malheurs vor allem dankbar auf die Eindrücke beim Supertrail zurück. Für den Neuenrader gilt es nun, die Blessuren auszukurieren. In sieben Wochen wartet die zweite große Herausforderung des Jahres. Dann wird Christian Maul den 13. Allgäuer Panorama-Marathon in Angriff nehmen. 69,7 Kilometer, 3058 Höhenmeter. Es wird wieder ein besonderes Erlebnis werden am zweiten August-Wochenende des „Laufjahres“ 2019 für Maul. Auf die großen Triathlon-Distanzen will der Hönnestädter erst im Jahr 2020 wieder zurückkehren.

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