Keine Westfalenliga mehr am Lüdenscheider Stadtpark

+
Fest eingeplant für die neue erste Mannschaft des LTV 99 in der Tennis-Verbandsliga: Talent Ludger Fastabend.

Lüdenscheid - Der Lüdenscheider TV von 1899, Aushängeschild der Tennisregion im märkischen Südkreis, wird im Sommer 2016 nicht mehr in der Westfalenliga an den Start gehen.

Der Verein plant, seine erste Mannschaft in die Verbandsliga zurückzuziehen. „Ja, darauf läuft es hinaus“, bestätigte Dieter Alt, 1. Vorsitzender des Traditionsvereins vom Stadtpark, auf Anfrage, „es gibt bei uns diese Gedankengänge, und wir haben sie beim Verband auch schon so angedeutet, um einen Startplatz für die Verbandsliga zu bekommen.“

Für die Verbandsliga hat der LTV 99 eigentlich nämlich keinen Startplatz. Die erste Mannschaft etablierte sich zuletzt in der Westfalenliga, die Reserve stieg nach nur einem Jahr wieder aus der Verbandsliga ab. Die neue erste Mannschaft soll eine Mischung aus diesen beiden Teams werden. Wobei Alt klar zum Ausdruck bringt: „Es geht nicht darum, dass wir uns keinen Brasilianer für die erste Position leisten können. Es geht darum, unsere eigenen Jugendlichen ins Team einzubauen. Und dafür wäre die Westfalenliga einfach nicht die richtige Klasse. Damit würden wir sie noch überfordern.“

Mit jungen Spielern sind hier allen voran Ludger Fastabend und auch Kaspar Volz gemeint. Fastabend spielte im vergangenen Jahr bereits in der Verbandsliga, Volz pausierte in der Sommersaison 2015 aufgrund eines Auslands-Aufenthaltes komplett in der Mannschaft. Mit Max Dominicus und Lennart Fastabend sind weitere gute eigene Nachwuchsspieler im Klub vorhanden, die bereits Verbandsliga-Luft geschnuppert haben.

Zu den Youngstern kommt das Grundgerüst des alten Westfalenliga-Teams – allerdings ohne die spielstarken Gastspieler aus dem Ausland für die Spitze. Der Deutsch-Niederländer Rogier Wassen, der inzwischen in der Region heimisch geworden ist, ist ebenso fest eingeplant wie der langjährige Kapitän und Macher des Teams, Dino Jablonski, außerdem der Iserlohner Robin Sanz, Max Drüppel und nach seiner Collegezeit auch Linkshänder Fin Glowick. Ob der Hagener Marvin Müller nach seiner Collegezeit weiter am Stadtpark aufschlagen wird, ist noch offen. „Wenn er aus den USA zurückkommt und bereit ist, zu unseren Konditionen zu spielen, ist er willkommen“, sagt Alt.

Keine Rolle mehr in den Planungen spielt der frisch gebackene U16-Hallen-Westfalenmeister Maximilian Grundmann – der Youngster, der in der abgelaufenen Saison zum LTV-Verbandsliga-Team zählte und mit Fastabend in Ickern auch den Westfalen-Titel im Doppel holte, wechselt zurück in seine Heimatstadt zu Eintracht Dortmund.

Auf Gegenliebe im gesamten Team ist der neue Weg des Traditionsvereins nicht gestoßen. So wird Dino Jablonski der neuen ersten Mannschaft nurmehr als Spieler, aber nicht mehr als Kapitän angehören. Der 37-Jährige will nun andere Prioritäten setzen. Neuer Teamkapitän ist LTV-99-Jugendtrainer Marc Gummersbach. „Er hat die jungen Leute ständig vor sich im Training“, sagt Alt und vertraut Gummersbach in dieser neuen Rolle zu 100 Prozent.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare