Schnippering bleibt bei der HSG

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Bleibt bei der HSG: Trainer Volker Schnippering.

Lüdenscheid - In der Halbzeit-Bilanz sieht Trainer Volker Schnippering den Handball-Landesligisten HSG Lüdenscheid mit 12:14-Punkten „fast im Soll, ich hätte wohl gern zwei Zählermehr.“ Aber statt des Blicks zurück beschäftigt sich die heimische Handballszene seit dem Wochenende intensiver mit der Zukunft.

„Schuld“ ist der angekündigte Transfer des Werdohler Rückraum-Torjägers Marc Bardischewski zur neuen Saison in den Oberliga-Perspektivkader Eintracht Hagens. Der weckt nich nur bei der HSV Begehrlichkeiten nach adäquatem Ersatz, sondern macht die Vereinsverantwortlichen in der gut erreichbaren Nachbarschaft auch etwas nervös. „Natürlich schaut jeder da noch intensiver auf seinen Kader, müssen wichtige Entscheidungen vielleicht früher als sonst fallen“, ist HSG-Abteilungsleiter Niclas Beckmann noch recht gelassen. Denn auch er hat seine Hausaufgaben bereits gemacht und wichtige personelle Weichen für die Spielzeit 2016/17 gestellt. Klarheit herrscht seit einigen Tagen in Punkto sportlicher Leitung: Vom Trainerquartett der ersten und zweiten Mannschaft verbleibt ein Trio in HSG-Diensten: Volker Schnippering bleibt Chefcoach des Landesligateams, Axel Schürfeld Boss bei der „Zweiten“, weiter unterstützt von Michael Mühlbauer. Nur Schnippering-Assistent Daniel Opitz verabschiedet sich aus zeitlichen Gründen von seiner Tätigkeit.

Und auch in Sachen Spielern hat Beckmann schon ein gutes Stück seines Weges inRichtung auf die neue Saison zurückgelegt: Zehn Zusagen liegen ihm vor: Von Keeper Marvin Kapp, Rechtsaußen Moritz Winkhaus, Linkshänder Sebastian Bölling, Spielmacher Marcel Fenner und Felix Kroll, den Kreisläufern Stefan Froitzheim und Sören Miossec und Linksaußen Florian Füller. Hinzu kommen mit Perspektivspieler Basti Mühlbauer ein Linkshänder aus der Reserve und Rückraumspieler Marcel Weigt, der nach dem verletzungsbedingt verpassten Saisonstart einen neuen Anlauf ins Landesligateam übernehmen wird. „Mit Jörn Bahr und Justus Jaschke haben wir im Januar Gespräche vereinbart“, sagt Beckmann weiter, vermeldet mit Rückraumspieler Falk Justus Baberg (zieht im Februar nach Düsseldorf) und Youngster Lukas Elverfeld (nach Blomberg) zwei berufsbedingte Abgänge.

Bleiben die Schlüsselspieler auf den „Königspositionen“: Benno Walter und Phil Lausen, die nach bisher gut verlaufener Hinserie natürlich auch auf den Wunschlisten anderer Klubs auftauchen. „Wir haben natürlich schon gesprochen, beide haben mir versichert, dass die HSG erster Ansprechpartner ist. Aber beiden ist genau wie mir die sportliche Perspektive wichtig. Wir wollen künftig nicht mehr um Platz sieben spielen, sondern unter die ersten Fünf und mittelfristig vielleicht auch wieder über eine Verbandsligarückkehr nachdenken. Deshalb haben sich beide Bedenkzeit bis Ende Januar erbeten. Bis dahin werde ich wohl erste externe Akteure als Neuzugänge vorstellen können“, hofft Beckmann auf den Verbleib der Trumpfasse. Wobei auch klar ist: Der Abteilungsleiter selbst, der noch bei Ligarivale Wellinghofen um Punkte kämpft, steht selbst ganz oben auf der Wunschliste von Trainer Volker Schnippering.

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