Unruhige Vereins-Versammlung

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Der neue Vorstand des LTC Augustenthal. 

Lüdenscheid – Von wegen harmonische Trennung am Nattenberg: Im Vorfeld der Jahreshauptversammlung hatte der noch aktive Vorstand des Tenniclubs LTC Augustenthal betont, der Rücktritt vom 1. Vorsitzenden Michael Wirth Anfang November sei aus persönlichen Gründen erfolgt. Auf der Mitgliederversammlung am Freitagabend zeigte sich jedoch, dass die Gründe für den Rücktritt Wirths vielschichtiger sind und nicht nur von persönlicher Natur geprägt waren.

Für die meisten Vorstandsmitglieder kam Michael Wirth unerwartet zur Jahreshauptversammlung und ergriff nach der Begrüßung der 2. Vorsitzenden Anke Nolting auch direkt das Wort. Auf insgesamt zehn handschriftlich zusammengefassten Seiten erläuterte Wirth die Gründe für seinen Rücktritt und prangerte unter anderem dabei die fehlende Kommunikation in der Vorstandsebene, sowie das fehlende Vertrauen innerhalb des Vereins an „Der Verein steht für eine Richtung, die ich nicht mehr unterstützen kann“, so Wirth. In den Augen Wirths stehe bei vielen Veranstaltungen des Vereins nicht mehr das rein Sportliche im Vordergrund, sondern vielmehr der Eventfaktor. „Das sind nette Partygeschichten, aber diese sind nicht tragfähig für einen Tennisverein“, äußerte sich Wirth. Zudem kündigte der ehemalige Vorsitzende an, aus dem LTC Augustenthal auszutreten und sich einen neuen Verein zu suchen. Sichtlich gezeichnet von den Äußerungen Wirths wurde die Hauptversammlung vom Vorstand fortgesetzt.

Der Vorstand wurde mit Ausnahme zweier Enthaltungen komplett entlastet. Im Juniorenbereich steht ein erneuter Trainerwechsel an. Jasper Jüttner wird noch diesen Sommer das Training leiten, seine Nachfolge tritt mit Henry Jungnitsch ein Spieler aus der 1. Herren an. Nikolai Nossol, der bis dato das Amt des Sportwarts innehatte, wurde bei einer Enthaltung (Wirth) zum neuen 1. Vorsitzenden des LTC gewählt.

Trotz des unruhigen Verlaufs an diesem Abend gab sich Nossol optimistisch, was die Zukunft des Vereins angeht: „Unser Ziel ist es, die Jugend weiter zu stärken. Denn die Jugend ist die Zukunft eines Vereins.“

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