Drei MK-Teams unter den Siegern beim Wintercup in Balve

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Das Lokalduell zwischen dem TuS Neuenrade (links Rafael Apostolopoulos mit Ufuk Öztürk im Zweikampf mit Kevin Mrohs) und dem SV Affeln war eines der brisantesten und am emotionalsten geführten Spiele bei den Vorrunden-Turnieren des Wintercup in Balve. Letztlich schieden aber beide Klubs aus.

Balve - Zwei stimmungsvolle und aus heimischer Sicht sportlich überaus erfolgreiche Vorrunden-Turniere des Hallenfußball-Wintercup in Balve sind vorüber: Mit Gastgeber TuS Langenholthausen, B-Kreisligist SuS Beckum und A-Ligist VfB Altena stießen in der Dreifachturnhalle am Krumpaul drei Mannschaften aus dem Märkischen Kreis in den Regionalcup vor, der am 17. Januar in Hüsten ausgetragen wird.

Einzig Bezirksligist TuS Sundern, in der Gruppe 11 am Sonntag klassenhöchstes Team in Balve, brach in die Phalanx der MK-Klubs ein und kam als Gruppensieger vor dem VfB ebenfalls eine Runde weiter.

Aber der Reihe nach: Erwartungsgemäß war bereits am Samstag volles Haus am Krumpaul. Kein Wunder: Mit Bezirksligist und Veranstalter Langenholthausen sowie dem B-Liga Trio Beckum, SG Balve/Garbeck und RW Mellen kamen vier der neun Teilnehmer aus Balve selbst, zudem war aus der unmittelbaren Nachbarschaft der SSV Küntrop vor Ort. Die von Thomas Cordes trainierten Beckumer sorgten dabei für die große Überraschung des Tages. Lediglich bei den beiden 1:1-Remis gegen Langenholthausen und den Ex-Westfalenligisten SuS Langscheid/Enkhausen ließen die Kicker von der Hinsel Punkte liegen, standen so mit 20 Zählern am Ende an der Spitze des Klassements – noch vor den Gastgebern.

Deren Spielertrainer Michael Erzen konnte mit dem zweiten Platz und der Qualifikation für den Regionalcup zwar unter dem Strich gut leben, gleichwohl fand der frühere Regionalliga-Spieler ein Haar in der Suppe: „Zwischendurch hatten wir wieder einmal Schwierigkeiten“, verwies Erzen auf Probleme mit dem Rhythmus. Der Coach musste in Dreier-Blöcken wechseln, weil ein Akteur mehr als ursprünglich geplant auf dem Spielberichtsbogen des TuS stand.

Balve/Garbeck landete nur wegen der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem Düsterloh-Klub auf dem undankbaren dritten Platz. Somit ist für die SG um Coach Thorsten Otte der Wintercup beendet, genauso wie für A-Ligist Küntrop und Mellen.

Dreikampf um Platz zwei am Sonntag

Nicht ganz so viel Lokalkolorit, aber doch so manch brisante Partie versprach der zweite Vorrunden-Tag in Balve. Im vierten Spiel des Tages rang der TuS Neuenrade, bei dem der neue Trainer Frank Roccotelli wie angekündigt noch nicht auf der Bank saß, seinen Nachbarn und Ligarivalen aus Altena mit 2:0 nieder. Dieser „Fehlstart“ blieb für die Burgstädter allerdings die einzige Niederlage des Tages. Gemeinsam mit diesem Duo kämpfte jedoch der Arnsberger A-Ligist SV Affeln bis zum Schluss um den zweiten Rang hinter Sundern.

Die Dramaturgie passte dabei perfekt: Im vorletzten Spiel der Gruppe standen sich der TuS und Ortsrivale Affeln direkt gegenüber. Diese neun Minuten gerieten zu den wohl emotionalsten des Tages. Zwei engagierte Trainerbänke und zwei mindestens genauso lautstarke Fanblöcke kommentierten nahezu jeden Pfiff – oder eben Nicht-Pfiff – und jede Aktion mit Geschrei: Irgendwann wurde es dem ansonsten eher großzügig leitenden Schiedsrichter Michael Ternes zu bunt – er schickte TuS-Interimscoach Dennis Bonevski auf die Tribüne. Das 2:2 reichte beiden Kontrahenten nicht. Der SVA hätte einen Sieg mit zwei Toren Differenz benötigt, um sich die Chance auf den Regionalcup zu erhalten. „Es ist schon kurios, wie eng es am Ende zuging“, sagte Affelns Spielertrainer Erhard Krengel, der das Ausscheiden „absolut ärgerlich“ fand.

Den Neuenradern machte in der letzten Partie der VfB einen Strich durch die Rechnung. Gegen die bereits qualifizierten Sunderaner verwalteten die Altenaer ihren Vorsprung clever und hatten am Ende mit 2:1 die Nase vorn – Rang zwei mit 21 Punkten war gesichert. „Es ist optimal gelaufen, wir haben gut gepunktet, natürlich mit Ausnahme des ersten Spiels gegen Neuenrade“, bilanzierte VfB-Kapitän Julian Kroll, der die Mannschaft anstelle seines erkrankten Coaches Fitim Zejnullahu betreute.

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