FSV Werdohl in Hohenlimburg vor hoher Hürde

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Während Bartos Mura (Mitte) auf jeden Fall versuchen wird, mit der FSV in Hohenlimburg für eine Überraschung zu sorgen, steht ein Einsatz des angeschlagenen Mehli Akdeniz (links) noch auf der Kippe.

Werdohl - „Überraschungen“, sagt Marco Sadowski, „gibt es in der Fußball-Landesliga nahezu an jedem Spieltag.“ Die größte Überraschung für den Übungsleiter der FSV Werdohl war im bisherigen Saisonverlauf aber der SV Hohenlimburg 1910. Und zwar im negativen Sinne.

Von Lars Schäfer

„Vor der Saison waren die SpVg Olpe und Westfalenliga-Absteiger Hohenlimburg meine ganz großen Favoriten auf den Titel. Zumindest bei Olpe scheint das ja auch zu passen. Warum es bei Hohenlimburg mit diesem qualitativ hochwertigen Kader bislang nicht läuft, kann ich mir nicht erklären. Aber das soll uns auch nicht stören“, betont Marco Sadowski. Der Trainer aus Lüdenscheid gastiert am Sonntag (14.30 Uhr, Kirchenberg-Stadion) mit seinen Schützlingen bei jenen „Zehnern“, die als Tabellenachter mit 14 Punkten und somit 13 Zähler hinter Liga-Primus Olpe den eigenen Ansprüchen hinterherhinken. Zumindest aus Sicht des neutralen Beobachters. SV-Chefcoach Roman Reichel, am Werdohler Riesei nach seiner Tätigkeit als A-Jugend-Coach und später als Co-Trainer des kurz vor Weihnachten 2012 entlassenen Jörg Rokitte alles andere als ein Unbekannter, widerspricht dem aber vehement. „Nach dem Abstieg aus der Westfalenliga befinden wir uns in einer Saison der Konsolidierung. Mit Raphael Gräßer, Torhüter Andre Lindenblatt oder anderen Jungs ist Qualität gegangen. Wir mussten im Sommer einen Umbruch einleiten, haben neun neue Leute geholt. Der älteste von den Neuen ist 22 Jahre jung. Unser Ziel ist in dieser Saison ein Platz im oberen Tabellendrittel, das ist korrekt“, so Reichel. Die Rückkehr in die Westfalenliga sei in der laufenden Serie jedoch „keine Pflicht“, in der Spielzeit 2015/16 hingegen soll der Aufstieg ins Visier genommen werden.

Dennoch: Mit dem Oberliga-erfahrenen Nik Kunkel, Dogan Okumak, David Kerefidis oder Eduardo Ribeiro verfügen die Hohenlimburger immer noch über „große individuelle Klasse“, wie es FSV-Trainer Marco Sadowski bezeichnet. Nicht zu vergessen ein Michel Amaral, der beim 1:1 am Sonntag in Meschede nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte. „Ich wäre mit einem Punkt gegen diesen Mega-Kader sehr zufrieden“, bleibt Sadowski bei seiner Einschätzung, dass die „Zehner“ zu den dicksten Brettern zählen, die seine Mannen in dieser Liga zu bohren haben. Zumal es bei den Lennetalern wie schon beim 2:0-Erfolg gegen Borussia Dröschede personell eng werden könnte. Im Vergleich zum MK-Derby bricht Dominik Schwenck (rote Karte) weg, Melih Akdeniz ist nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung ebenso fraglich wie Florian Neuke. Da auch Stürmer Fisnik Zejnullahu noch grippegeschwächt ist, die Torjäger Intravaia und Zekovic ohnehin noch kein Thema sind, drückt der Schuh primär in der Offensive. Gut möglich, dass der gelernte Torverhinderer Robert Bierkoch erneut als Stoßstürmer beginnen wird. Gegen die Borussia aus Dröschede erzielte der technisch versierte Hüne beide Tore, empfahl sich nachdrücklich als echte Alternative für den Job des Knipsers.

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