Fußball-Oberliga

Leistungsgerechtes Remis im Spitzenspiel

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Mit vereinten Kräften versuchen die Meinerzhagener Can Sakar (links) und Tim Treude, Wiedenbrücks Lukas Demming zu stoppen.

Wiedenbrück – Ohne Sieger blieb das Spitzenspiel der Fußball-Oberliga: Primus SC Wiedenbrück und der Tabellenzweite RSV Meinerzhagen trennten sich 0:0. Das Remis in einer der Torlosigkeit zum Trotz gutklassigen Partie war unter dem Strich leistungsgerecht.

Die gastgebenden Ostwestfalen hatten ganz offensichtlich ihre Schlüsse aus den beiden vorangegangenen Duellen mit dem RSV gezogen. Denn der SCW agierte vor der Pause etwas abwartender als im Meisterschaftshinspiel und im Westfalenpokal-Viertelfinale, lauerte auf Fehler der Gäste. Diesen unterlief im Mittelfeld dann zwar auch der eine oder andere Fehlpass mehr als gewohnt, doch diese Patzer bügelten sie jedesmal postwendend wieder aus.

Es entwickelte sich letztlich das erwartet intensive Spiel, in dem die Meinerzhagener in den ersten 45 Minuten Vorteile hatten, allerdings nur ein einziges Mal zwingend zum Abschluss kamen. Selbiges nach 38 Minuten, als Wiedenbrücks Torhüter Marcel Hölscher beim Abschlag die 16-Meter-Linie übertrat und der gute Schiedsrichter Julian Engelmann auf indirekten Freistoß für die Gäste entschied. Can Sakar legte für Sven Wurm auf, und der Schuss des Abwehrchefs zischte knapp am linken Pfosten vorbei.

Elf Minuten zuvor hatten die Platzherren schon einen personellen Rückschlag verkraften müssen: Routinier Oliver Zech verdrehte sich ohne gegnerische Einwirkung das Knie und schied verletzt aus. Aber auch ohne den erfahrenen Ex-Bielefelder forcierte der Spitzenreiter im zweiten Durchgang dann seine Offensivbemühungen. Mit dem zunehmend stärkeren Wind im Rücken spielte der SC Wiedenbrück nun entschlossen nach vorn und kam mit dem immer tiefer werdenden Naturrasen sichtlich besser zurecht als die Meinerzhagener.

Diese freilich verteidigten konzentriert und überstanden auch die bis dato kniffligste Szene unbeschadet: Im letzten Moment klärte Wurm gegen den durchgebrochenen Jacub Przybylko, und als der abprallende Ball bei Viktor Maier landete, war Til Bauman zur Stelle (54.).

Praktisch im direkten Gegenzug hätte Ron Berlinski dem Top-Spiel die unter Umständen entscheidende Wendung geben können, doch nach einem Steilpass kam er nicht richtig hinter den Ball und scheiterte mit seinem deshalb nur harmlosen Schuss aus kurzer Distanz an Hölscher (55.).

Wider den holprigen Untergrund blieb der RSV um spielerische Linie bemüht und gestaltete die Begegnung etwa ab der 60. Minute wieder ausgeglichen. Jedoch ließ der SCW nicht locker und stand 17 Minuten vor Schluss plötzlich ganz dicht vor dem 1:0 – gut für die Gäste, dass beim Schuss des eingewechselten Phil Beckhoff der Pfosten rettete.

Auf der Zielgeraden schien der Regionalliga-Absteiger mehr Sprit im Tank zu haben als die Volmestädter, aber auch ohne den grippegeschwächt ins Spiel gegangenen Wurm, der entkräftet das Feld räumen musste (78.), hielt die RSV-Defensive die Null. Der Kopfball von SCW-Verteidiger Simon Schubert über den Querbalken (87.) blieb so die letzte Torgelegenheit.

Ärgerlich für die Meinerzhagener: In der Schlussphase humpelte Mittelfeldspieler Can Sakar genauso wie zuvor auf der Gegenseite schon Zech mit einer Knieverletzung vom Platz und droht möglicherweise längerfristig auszufallen.

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