Fußball-Westfalenpokal

„Top-Spiel, Top-Gegner, Top-Kulisse“

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Fast in Bestbesetzung tritt der RSV Meinerzhagen um den wiedergenesenen Nik Kunkel (links) in Wiedenbrück an; nur Julian Jakobs fällt nach wie vor aus.

Meinerzhagen – Der Tabellendritte der Fußball-Oberliga zu Gast beim nur einen Punkt besser gestellten Spitzenreiter – mehr Top-Spiel geht im westfälischen Amateurfußball praktisch gar nicht. Keine Frage: Das Westfalenpokal-Viertelfinalspiel des RSV Meinerzhagen beim SC Wiedenbrück, das heute um 19.30 Uhr im dortigen Jahnstadion angepfiffen wird, ist ein echter Knüller.

„Top-Spiel, Top-Gegner und sicherlich auch eine Top-Kulisse – das ist doch das, was jeder Fußballer liebt“, fasst RSV-Trainer Mutlu Demir seine Vorfreude in Worte und betont: „Wir sind bestens vorbereitet!“ Gleiches sagt Demirs Wiedenbrücker Pendant Björn Mehnert über die Gastgeber und verspricht offensiv geführte 90 Minuten. Denn: „Es stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die Fußball spielen wollen.“

Auf die Karte Offensive setzten Sauerländer und Ostwestfalen auch in ihrem Oberliga-Punktspiel vor neuneinhalb Wochen. Das gewann der RSV spektakulär mit 5:0, obwohl er in den ersten 25 Minuten von einer Verlegenheit in die nächste taumelte. „Wir haben uns dann gefangen und im richtigen Moment die Tore geschossen“, erinnert sich Mutlu Demir und betont, „dass wir genau wissen, wie wir dieses 5:0 einzuordnen haben“. Björn Mehnert sagt in der Rückschau auf die einzige Niederlage, die seine Schützlinge in dieser Saison bislang hinnehmen mussten: „Viele Umstände sind jetzt anders – dieses Spiel war am 3. Spieltag, mittlerweile sind wir in der Liga angekommen.“

Klar ist sicherlich: Einander überraschen werden die Kontrahenten heute auf dem Naturrasen des Jahnstadions kaum – weder fußballerisch noch taktisch. Zumal es unter Flutlicht voraussichtlich auf andere Tugenden ankommen wird. „Natürlich kann Taktik Sachen in die richtige Richtung bringen“, formuliert es Mehnert, „aber gerade in einem Pokalspiel geht es erfahrungsgemäß vor allem um die Basics – die Bereitschaft muss einfach da sein!“

Apropos Bereitschaft: Die der RSV-Anhänger, ihre Mannschaft im Pokal auch auswärts zu unterstützen, ist groß. Allein drei Fanbusse werden sich heute Nachmittag gen Wiedenbrück aufmachen, insgesamt ist mit über 200 Meinerzhagenern zu rechnen.

Ähnlich also wie vor zwei Jahren – seinerzeit musste der noch in der Landesliga beheimatete RSV im Westfalenpokal-Viertelfinale beim damaligen Regionalligisten TuS Erndtebrück antreten. Die Meinerzhagener verloren unglücklich mit 0:2, diesmal soll es für sie mindestens eine Runde weitergehen. „Schließlich wollen wir uns stetig weiterentwickeln“, träumt auch Mutlu Demir leise vom Halbfinale.

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