Brockmann auf Rang acht beim Gletscherkaiser

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Vorne mit dabei war Jens-Christian Brockmann (Nr. 40) beim Gletscherkaiser und beim Dreiländer-Giro.

Wiblingwerde -  Der Radsportler Jens-Christian Brockmann kann auf zwei erfolgreiche Rennen in den Alpen zurückblicken: Beim Gletscherkaiser und Dreiländer-Giro verbuchte er eine Top10- sowie eine Top20-Platzierung. 51 Kilometer und 2150 Höhenmeter mussten die Starter beim Gletscherkaiser absolvieren – beim Klassiker durch die Schweiz, Österreich und Italien waren 169 Kilometer mit 3300 Höhenmetern zu fahren.

Nach einem neutralisierten Rennstart über die ersten zehn Kilometer mit relativ gemächlichem Einrollen hatte es der Gletscherkaiser sogleich in sich: Die Favoriten um den Ex-Profi Hans-Peter Obwaller drückten aufs Tempo – und Brockmann hielt mit und positionierte sich in der Spitzengruppe. An den steilen Rampen setzte sich Obwaller etwas ab, wurde aber durch Klaus Steinkeller in einem etwas flacheren Teilstück auf etwa 1800 m Seehöhe gestellt.

Die Verfolger bildeten immer noch eine große Gruppe, bevor das Feld in den folgenden Kehren richtig selektiert wurde. Brockmann attackierte, schloss zu einer Gruppe um den zweimaligen Ötztaler Radmarathonsieger Stefan Kirchmair auf und sicherte sich so seine Top10-Platzierung. Nach 2:01:49,3 Stunden erreichte der Wiblingwerder das Ziel, verbesserte seine bisherige Bestleistung um mehr als sechs Minuten. Der in der Kletterszene etablierte Brockmann wurde von Gletscherkaiser-Sprecher Othmar Peer mit den Worten empfangen: „Rang acht für Jens-Christian Brockmann aus Deutschland, der jedes Mal ganz vorne mit dabei ist und zu den ganz großen Kalibern zählt.“ Zahlreiche Topfahrer wie Emanuel Nösig, Johannes Berndl, der Tiroler Meister Michael Kastinger oder auch Mario Stecher, als Olympiasieger in der Nordischen Kombination ein Ausdauerexperte, ließ Brockmann hinter sich.

Am Sonntag folgte der 168 km lange Dreiländergiro, der von Nauders aus über Reschenpass, Stilfser Joch, Ofenpass, durch das Unterengadin und schließlich über die Norbertshöhe wieder zurück nach Nauders führte. Die Abfahrt nach Prad erfolgte in einem kompakten, aber aufgrund der Geschwindigkeit und der hohen Teilnehmerzahl von 1500 Startern dennoch langgezogenen Feld. Im Anstieg zum Stilfser Joch befand sich Brockmann in der zweiten Gruppe, bevor diese auseinander bröckelte. In der Abfahrt über den Umbrailpass büßte der Kletterspezialist einige Positionen ein.

„Bis weit in den Ofenpass hinein war ich nun völlig auf mich alleine gestellt, ohne zu wissen, an welcher Position ich mich befand. Vor der Passhöhe holte ich einen Fahrer vom Team Mooserwirt ein und wir konnten den langen Weg durch das Unterengadin zu zweit in Angriff nehmen“, berichtete Brockmann, der seinen Mitstreiter in der Ebene dann aber ziehen lassen musste. Von hinten schloss ein Fahrerquintett zu ihm auf, so dass er den Schlussanstieg zur Norbertshöhe kräftesparend in der Gruppe fahren konnte. Aus dieser ging er als Sieger der finalen Bergwertung hervor und erreichte so nach 5:23:34 Stunden noch den 16. Platz in der Gesamtwertung mit rund zehn Minuten Rückstand auf Gesamtsieger Johannes Berndl.

Jens-Christian Brockmann hat die beiden Alpenrennen übrigens als Gastfahrer für das Team Strassacker bestritten, das als eine der erfolgreichsten Amateurmannschaften im deutschen Radsport gilt und von der Kunstgießerei Strassacker gesponsert wird.

Nico Schwarze

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