Brockmann bei Rad am Ring auf Platz sieben

Nach dem Rennen am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring geht es für Jens-Christian Brockmann am kommenden Wochenende wieder in die Berge. Am Samstag startet der Wiblingwerder beim Arlberg-Giro. Foto: Walter Andre

Wiblingwerde - Radrennfahrer Jens-Christian Brockmann hat sich beim Jedermann-Rennen über 150 Kilometer im Rahmen von „Rad am Ring“ in guter Form präsentiert: Am vergangenen Samstag bewältigte der Wiblingwerder die sogenannte „Grüne Hölle“ auf dem Nürburgring und landete in der Endabrechnung auf dem siebten Rang.

Für den Wettkampf, bei dem insgesamt sechs Mal die Schleife auf dem rheinland-pfälzischen Rennparcours absolviert werden musste, brauchte Brockmann 4:02:04 Stunden und war damit nur 103 Sekunden langsamer als der Sieger Giuseppe di Salvo aus Italien. „Es war vielleicht sogar etwas mehr drin, wenn ich eine Attacke nicht verpasst hätte“, äußerte der Sauerländer, der in Runde vier überrascht wurde, als die Spitzenfahrer des Feldes auf einem flachen Teilstück einen Angriff lancierten, durch den Brockmann isoliert wurde.

Wiblingwerder kämpft sich heran

Doch der für das baden-württembergische Team Strassacker als Gastfahrer startende heimische Pedalero zeigte Kampfgeist und arbeitete sich in der fünften Runde wieder an die Führungsgruppe heran. Allerdings kostete ihn diese Aufholjagd derart viel Kraft, dass er in der Abschlussrunde die letztlich entscheidende Attacke von di Salvo und dem Zweitplatzierten Belgier Bart Bury am Anstieg zur „Hohen Acht“ an einer Rampe von rund 18 Prozent nicht mehr kontern konnte. „Ich blieb zwar in Sichtkontakt, aber der direkte Anschluss war dahin“, schilderte Brockmann.

Das stetige Auf und Ab beim anspruchsvollen Rad am Ring mit mehr als 3000 Höhenmetern schaffte er mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 37,3 km/h, was angesichts des Profils als eine äußerst starke Leistung bewertet werden muss. Auch fahrtechnisch verlangte der Kurs den Teilnehmern alles ab: Neben dem kräfteraubenden Anstieg zur „Grünen Hölle“ war auch in den Abfahrten hohes Können gefordert – wie zum Beispiel bei der steil abfallenden Fuchsröhre, bei der die Pedaleros Geschwindigkeiten von fast 100 km/h erreichten. „Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, es war ein gutes Rennen“, so Brockmann. Auch das Team Strassacker würdigte die Leistung des Sauerländers, der als Gastfahrer im sechsköpfigen Team die zweitbeste Leistung erzielte und somit wichtigen Anteil am zweiten Platz für Strassacker in der Mannschaftswertung hatte.

Am kommenden Wochenende steht bereits das nächste Rennen an, dann startet Jens-Christian Brockmann beim Arlberg-Giro in Österreich.

Nico Schwarze

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