Brockmann von eigener Leistung enttäuscht

Enttäuscht von der eigenen Leistung beim „Gletscherkaiser“: Jens-Christian Brockmann.

KAUNERTAL -  Die Enttäuschung lag in der Stimme, seinen Auftritt beim „11. Kaunertaler Gletscherkaiser“ hatte sich Jens-Christian Brockmann wahrlich anders vorgestellt. Bei dem Bergrennen in den Alpen reichte es für den heimischen Radsportler, der sich unter den Top 5 platzieren wollte, heute nur zum zehnten Platz.

In einer Zeit von 2:07:54,0 Stunden „kletterte“ er die 51 Kilometer (2150 Höhenmeter) hinauf auf den Gletscher (2750 Meter Seehöhe). Während er damit seine Vorjahreszeit (2:08:58,38), die 2012 als bester Deutscher zum sechsten Platz gereicht hatte, noch steigerte, waren diesmal neun Konkurrenten schneller. Unter den 151 Fahrern, die das Ziel erreichten, sicherte sich Andreas Traxl mit neuem Streckenrekord von 2:00:24,9 Stunden den Sieg. Die ersten sieben Plätze belegten ausnahmslos Österreicher, Brockmann war diesmal zweitbester Deutscher hinter dem Achtplatzierten Werner Huber (2:07:16,2). „Leider lief es für mich nicht so erfolgreich wie erhofft, wenngleich ich immer noch eine starke Zeit hatte. Schade ist aber, dass der Rückstand auf den Sieger nach drei Minuten im Vorjahr diesmal so hoch war, wobei die Siegerzeit aber auch fünf Minuten schneller war“, sagt Brockmann, der schon früh merkte, dass er nicht seinen besten Tag erwischt hatte.

Bei warmem und sonnigem Wetter und somit optimalen Bedingungen, waren die Fahrer um 9.30 Uhr in Feichten auf die Strecke geschickt worden, nach dem „Einfahren“ wurde das Rennen dann nach etwa zehn Kilometern talauswärts in der Ortschaft Prutz freigegeben. „Von vorne weg war es sehr schwer, es wurde ein sehr hohes Tempo gefahren. Die ersten haben sich recht früh abgesetzt und in den Kehren oben hat Gegenwind die Sache zusätzlich erschwert“, erzählt Brockmann, der sich selbst nicht so recht erklären kann, woran es letztendlich gelegen hat, wenngleich sein Programm der vergangenen Wochen doch recht umfangreich war. „Ich habe gemerkt, dass ich mich diesmal von Anfang an sehr quälen musste. Im Vorjahr konnte ich nach der Stauseepassage noch einige Plätze gutmachen, diesmal habe ich sogar noch eine Position verloren“, so der 31-jährige Wiblingwerder, der auf den letzten zehn Kilometern auf sich alleine gestellt war. Brockmann: „Auch wenn ich fast die gleiche Zeit wie im Vorjahr gefahren bin, so muss ich doch eindeutig sagen, dass ich mein Ziel verfehlt habe. Leider.“

Sonntag erste Etappe bei der „Tour Transalp“

Weiter geht es für ihn und seinen Partner Paul Sicking nun am Sonntag mit der ersten Etappe bei der „Tour Transalp“, die von Sonthofen im Allgäu bis nach St. Anton am Arlberg führt. Drei Pässe sind dabei zu bewältigen, auf einer Strecke von 124,8 Kilometer warten 2279 Höhenmeter auf die Zweierteams. Es ist die viertlängste der sieben Etappen. Insgesamt werden 19 Pässe überquert, 888,92 Kilometer und 18 495 Höhenmeter kommen dabei zusammen.

Gleich die erste Etappe zückt landschaftlich mit einer malerischen Kulisse schon alle Register. Und auch sportlich geht das erste Teilstück kaum Kompromisse ein, mit dem Hochtannbergpass, dem Flexenpass und dem Arlbergpass sind gleich drei namhafte Pässe zu bewältigen, die, ganz oben angekommen, die Radsportler mit tollen Bergpanoramen belohnen.

Britta Kaufmann

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