Fußball, Oberliga

Von Pokalmüdigkeit überhaupt keine Spur

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Meinerzhagens Abwehrbollwerk im Einsatz: Sven Wurm (rechts) klärt vor dem Herner Darius Stawski, im Hintergrund sichert Til Bauman ab.

Herne – Von wegen pokalmüde: Drei Tage nach dem 2:0-Triumph im Westfalenpokal-Viertelfinale in Wiedenbrück zeigte sich der RSV Meinerzhagen auch im Kampf um die nächsten Oberliga-Punkte hellwach. Beim SC Westfalia Herne setzten sich die Volmestädter ebenso souverän wie verdient mit 3:0 (2:0) durch.

Wie angekündigt warf der RSV für den Auswärtsauftritt am traditionsreichen Schloss Strünkede kräftig die Rotationsmaschine an, modifizierte die Startformation des Wiedenbrück-Spiels auf gleich sechs Positionen. Fünf dieser Änderungen betrafen den vorderen Bereich, sprich: den Sturm, die Außenbahnen und die Mittelfeld-„Achter“. Um es vorwegzunehmen: Die Maßnahme, speziell in der Vorwärtsbewegung auf frische Kräfte zu setzen, zahlte sich nicht nur aus, sondern war der Schlüssel zum Sieg.

RSV von Beginn an hochkonzentriert

Denn Hernes Trainer Christian Knappmann spekulierte beim Gegner derweil ganz offensichtlich auf den Schwere-Beine-Faktor, wollte den Tabellendritten mit einem massierten Mittelfeld unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen. Allein: Weil der RSV frischer war als gedacht, hochkonzentriert zu Werke ging und Zweikampfstärke bewies, leistete er sich in der Spieleröffnung keine nennenswerten Ballverluste. Da der SC Westfalia seinerseits mit einer Dreierabwehrkette operierte, sah sich diese immer wieder mit „Eins-gegen-eins“-Situationen konfrontiert, wenn Meinerzhagen über Andreas Spais und die Flügelspieler Ewald Platt und Mathieu Bengsch angriff.

So auch in der zehnten Minute, als Bengsch mit einem Diagonalpass Platt bediente, der zunächst noch am Herner Zerberus Ricardo Seifried scheiterte, den Ball aber im Nachschuss im Tor unterbrachte. Doch es kam noch besser für die Gäste, denn nur vier Minuten später schoss Spais zum 0:2 ein. Bei diesem Treffer stand die Herner Defensive Pate, denn dem von Bengsch bedrängten Maurice Temme misslang sein Rückpass auf Seifried, der mit einer Fußabwehr zwar gerade noch ein Eigentor seines Kapitäns verhinderte, das Spielgerät jedoch genau vor Spais’ Füße beförderte. Nach diesem frühen Doppelschlag stellte die Westfalia hinten auf Viererkette um und versuchte, sich ins Spiel hineinzuarbeiten.

Meinerzhagen lässt weitere Chancen liegen

Doch weil RSV-Torwart Johannes Focher gegen den von Stawski freigespielten Nicolai Pakowski stark parierte (29.) und besagter Pakowski den Ball aus aussichtsreicher Position in den wolkigen Ruhrgebietshimmel beförderte (43.), blieb ihr nur die Hoffnung auf die zweite Halbzeit. Selbige begann zwar mit einer kleinen Drangphase der zuletzt drei Mal in Folge siegreichen Herner, wirklich gefährlich für das Gäste-Tor wurde es aber weder aus dem Spiel heraus noch nach ruhenden Bällen. Stattdessen brachte ein Konterangriff nach ziemlich genau drei Vierteln der Spielzeit die Vorentscheidung zu Gunsten des RSV, der inzwischen schon vier Mal gewechselt hatte: Platt spielte steil auf Marcel Kandziora, der zwar an Seifried scheiterte, sich aber einen Assist-Punkt verdiente, weil Alessandro Tomasello den Abpraller nur noch einschieben musste (67.).

Die Schlussphase sah eine absolut feldüberlegene Meinerzhagener Mannschaft, die sich am Ende nur einen Vorwurf gefallen lassen musste – den, nicht noch mehr Tore erzielt zu haben. Ron Berlinski (72., 87.), Hakan Demir (78.) und vor allem Platt, der aus drei Metern über den Querbalken schoss (84.), hätten weiter erhöhen können.

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